Die gläserne Heimat
Textauszug:
"Er küsste noch einmal ihre Lippen, ihren Hals, ihr Ohrläppchen. Dann öffnete er die Tür und schob sie hinaus. Die Frau spürte, dass die Furcht vor der Trennung wie eine Handvoll Kristallspliter über ihren Körper geschüttet wurde, auf ihr Gesicht, in die Augen und sogar unter die Fußsohlen. Bei jeder Bewegung stach die Diamantspitze tiefer in ihre Seele und liess die Muskeln erstarren. Ihr Herz war bei dem Mann zurückgeblieben. Sie glaubte, wenn sie bei ihm biebe, würden sich die scharfkantigen Splitter in Perlen der Liebe, der Lust und des Friedens verwandeln... Sie hörte sie hörte seine Schritte in der Tiefe des Hauses verklingen. Bleierne Stiefel von Soldaten stampften die Treppe hinauf..."