Vergiftete Zeit
Textauszug:
"Mit einem matten Blick sah sie, dass der Mann in seine Tasche griff, während er sich über sie beugte. Als sie den Druck eines Pistolenlaufes an ihrem Herzen fühlte, dachte sie daran, dass die Menschlichkeit nichts als eine Lüge und dass das Leben nichts als ein Lächerliches Spiel sei, in dem die Wahrheit immer der Verlierer und die Menschenliebe eine Erinnerung sei, die schon längst aus dem Gedächnis der Menschheit geschwunden war. Ein dumpfes Paffen ertönte, das sich wie das Erlöschen einer Petroleumlampe anhörte, und zerrte sie plötzlich in einen bodenlosen Abgrund. Das letzte Bild, das hinter den verwelken Wimpern Marals haften bleib, war das einer Greisin, die traurig und mit verblaßter Schminke unter dem Licht der Nacht stand."