Problem der Arten- und Sortenechtheit

oder   ......Gärtner können irren.....

Auf Grund der schweren Identifizierung und dem hohen Unbekanntheitsgrad findet man nicht nur regelmässig falsch benannte Pflanzen in den Gärtnereien, sondern auch in der Fachliteratur, botanischen Gärten, und Saatguthandel.

Zwei schon fast traditionelle Irrtümer mögen dies verdeutlichen:

1. Dracocephalum tanguticum: Eine Pflanze mit gefiederten Blättern. Wird bei Jelitto als Saatgut angeboten und mittlerweile auch in verschiedenen Gärtnereien als Staude. Man erhält jedoch in allen Fällen D. ruyschiana (mit ganzen linealen Blättern). Ich habe bis heute noch keine lebende Pflanze von D. tanguticum gesehen........

2. Agastache mexicana: Ob im Kreutzers Pflanzenatlas, der Zeitschrift Garten Praxis, den Saatgutfirmen S&G, Nebelung, Ötzberg-Kräuter.... Was dort abgebildet oder angeboten wird ist der Regel nach A.rugosa oder ähnliche Arten.

Und wer garantiert das die angebotene Monarda-Sorte echt ist, zumal keine Referenzpflanze vorhanden ist und die Kataloge keine Bestimmungsbücher und die vorliegenden Schlüssel nicht unkompliziert ist sind.
Somit versehe ich jede Pflanze mit einem Fragezeichen und die Zukunft wird zeigen ob die erhaltenen Art oder Sorte auch wirklich die darstellt als welche man sie erworben hat.......

  

Das Internet nutzen

Ein Vorteil des Internet besteht darin ,neben allgemeinen Pflanzentipps auch an qualitativ hochwertige Informationen zu kommen. So werden von einigen universitären Instituten hervorragende Bestimmungsschlüssel, Fotos und Grafiken veröffentlicht, die ein wissenschaftliches Arbeiten mit den Gattungen ermöglichen. Leider beschränken sich diese Arbeiten i.d.R. auf regionale Gebiete.
Es sei hiermit auf die Linkliste verwiesen in der Sie nach Bedarf weiterführende Informationen abrufen können.      

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