Die Langton-Ameise und ihre verallgemeinerte Form, die Turmite, sind virtuelle Wesen, die nur durch geeignete Computer-Programme zum Leben erweckt werden können. Es ist spannend, sich ihr Gewusel anzuschauen und mit immer neuen Regelketten zu experimentieren.
Statt immer nur nach dem Links-Rechts-Schema (LR) zu funktionieren, kann unsere Ameise ihr Verhalten nach längeren Regelketten richten, die kurz in der Form LRLL o. ä. angegeben werden. Gleichzeitig verfügt sieüber eine Farbpalette, deren Anzahl an Farben der Länge der Regelkette entspricht, z.B. LRL und die Farben weiß, rot, blau. Wenn die Turmite in einem Pixel also auf weiß (Farbe 1) trifft, dann wendet sie die Regel 1 an und färbt das Pixel mit Farbe 2, d.h. sie färbt das Pixel rot und wendet sich nach links, trifft sie auf ein rotes Pixel (Farbe 2), färbt sie dieses blau ein und wendet sich nach rechts, findet sie blau (Farbe 3) vor, so wendet sie sich nach links und färbt das Pixel weiß (Farbe 1) usw.
Das Tätigkeitsfeld der Ameise (Turmite) ist immer dem jeweiligen Fenster angepasst. Obwohl sie im Prinzip unendlich lange laufen kann, stoppt sie, wenn sie den Grenzen der Zeichenfläche nahekommt.

*) Turmite ist ein Kunstwort und setzt sich zusammen aus "Turing-Maschine" und "Termite". Die Turmite ist tatsächlich eine Art Turing-Maschine auf einem zweidimensionalen Ein- und Ausgabefeld.