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Musik in der Diktatur

Was macht Musik so furchtbar, so erschreckend, dass Regime mit hohem Aufwand Strategien entwickeln, um Komponisten, Dirigenten, Musiker zu unterdrücken? Dabei wäre ein Mundtot machen noch die harmloseste Form der Unterdrückung. Vielmehr waren Vertreibung und Ermordung die verbreitete Form der Unterdrückung.

Also muss Musik etwas inne wohnen, was Machthabenden Angst macht.

Es ist wahrscheinlich die Kraft der Musik, die es schafft, Menschen zu bewegen, zum Nachdenken zu bringen. Doch genau das stört Machthabende, insbesondere dann, wenn sie diejenigen sein wollen, die lenken und gestalten.

Informationen zur Musik in der Diktatur:

 Zyklus "Musik in der Dikatur" in der Kölner Philharmonie 2003
 Filmtipp: "Verschlossene Heimat"
 Buchtipp: "Musik in zwei Diktaturen" von Friedrich Geiger
 Filmtipp: "Verbotene Noten"
 Filmtipp: "Gennadi Roshdestvensky, Beruf: Dirigent"
 Buchtipp: "Viktor Ullmann - Komponieren in verlorener Zeit" von Verena Naegele

" ... Zeugten künstlerische Ausdrucksformen von einer Wahrnehmung der Welt, die mit der ideologischen Norm nicht im Einklang stand, so gefährdeten sie in den Augen der Machthaber Einheit und Selbstbild der [Gemeinschaft]. Daher betrachteten und dämonisierten sie entsprechende Ausdrucksformen als öffentliche Gefahr. ..." (aus Friedrich Geiger: Musik inzwei Diktaturen).

Der Nationalsozialismus und der Stalinismus waren die zwei schlimmsten Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Über die ganzen Greueltaten möchte ich an dieser Stelle nicht berichten. Hierzu gibt es tausende sehr informative Publikationen. Ich möchte hier über die Konsequenzen für die Musik und über Veranstaltungen, Bücher, Filme berichten, die das Thema sehr treffend beleuchten.

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