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Alexandria, Du Schöne

Ein Film von Thierry Ragobert

Der auf einer Insel vor Alexandria erbaute Leuchtturm von Pharos ist eines der Sieben Weltwunder. Um 1400 stürzte er bei einem Erdbeben ein. Ein Jahr nach der Unterwasser-Erforschung des versunkenen Leuchtturms brach der Archäologe Jean-Yves Empereur 1997 mit einem Filmteam erneut nach Ägypten auf. Ziel der Entdeckungsreise war ein weiterer Fund aus dem Alten Ägypten: Die sogenannte "Stadt des Todes", die von den Architekten Alexanders des Großen im dritten Jahrhundert v.Chr. entworfene Begräbnisstätte Alexandrias. Die alexandrinische Nekropole ist eine eigene Stadt mit Häusern für die Toten, mit Treppen, Innenhöfen, Bänken, Esszimmern und Einbalsamierungssälen: auf einem einen Quadratkilometer großen Gelände befinden sich rechteckige Kammern mit 2100 Jahre alten Malereien an Decke und Wänden; dort ruhen noch Hunderte von Toten, die alle den bei der Überquerung des Styx zu entrichtenden Obolus im Mund haben. Die Forscher fanden überdies 800 Jahre alte Öllampen. Der Ort, der im Jahr 25 v. Chr. vom griechischen Historiker Strabo die Bezeichnung "Nekropolis" erhielt, gibt nicht nur Aufschluss über die Bestattungsbräuche in der damals griechischen Stadt, sondern ist zudem Spiegel des sozialen Lebens in Alexandria. Beredte Zeugen dieser Zivilisation sind auch die Schiffswracks, die in der Gegend geborgen wurden. Das Filmteam hat Jean-Yves Empereur bei der Erforschung der unberührten Unterwasser-Nekropole begleitet, deren Schätze nie von Grabräubern geplündert wurden.

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