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Der Mumiendoktor

Ein Film von Dietmar Ossenberg, 2000

Nicht selten arbeitet Dr. Nasry Iskander bei der Erforschung von Mumien mit Atemschutzmaske, denn die Pilze und Bakterien, die sich über Jahrtausende in den Gräbern erhalten haben, können die Lungen angreifen. Bei Menschen mit schwachem Immunsystem führt das nicht selten zum Tod. So einfach aber auch so banal ist die wissenschaftliche Erklärung des sogenannten Fluchs der Pharaonen, der angeblich viele Forscher dahingerafft haben soll, die auf der Suche nach sagenhaften Schätzen in die Pharaonengräber eindrangen. An einen Fluch der Pharaonen glaubt Dr. Iskander sowieso nicht.

Der gelernte Physiker beschäftigt sich seit 25 Jahren mit der Restaurierung und Konservierung einbalsamierter Leichname, und gilt als der Mumienexperte weltweit. Das Kamera-Team hat ihn bei seiner Arbeit im ägyptischen Museum in Kairo beobachtet, wo er die berühmten Mumien aus dem Tal der Könige vor weiterem Verfall zu schützen sucht. Dr. Iskander hat bei seinen Forschungen entdeckt, dass die Identität vieler dieser Königsmumien zumindest strittig ist. Vergleiche von Röntgenaufnahmen haben die Frage aufgeworfen, ob beispielsweise die Mumie von Amenophis III. nicht in Wirklichkeit die des verschollen geglaubten Ketzer-Pharaos Echnaton ist. Zum ersten Mal konnte ein Fernsehteam in den Gräbern der mumifizierten Affen bei Sakkara drehen, wo Dr. Iskander der Frage nachgeht, ob es bei Affen, die vor weit über 2000 Jahren lebten, bereits Vorstufen des HIV-Virus gab.

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