zurück

Prisma, Rätsel der Vergangenheit - Der Obelisk des Pharo

Ein Film von ...

Schon vor 4500 Jahren waren die Baumeister des alten Ägyptens Virtuosen ihrer Kunst. An den Ufern des Nils entstanden die beeindruckendsten Bauwerke der Menschheit, die Pyramiden. In den steinernen und somit ewigen Bauten sollte der Gottkönig auch nach seinem Tod die von den Göttern gegebene Weltordnung durch Kulthandlungen und Rituale festigen und das Weiterleben seiner Untertanen absichern. Die Obelisken, die meist paarweise am Eingang des Tempels standen, symbolisierten die enge Verbindung des Pharaos mit den Göttern.

An den wenigen Plätzen, wo Obelisken in ihrer Originalposition erhalten geblieben sind, bieten sie noch heute einen ehrfurchtgebietenden Anblick. Aus einem einzigen Granitblock gehauen, über 30 Meter hoch und mit einem Gewicht von über 500 Tonnen. Bis heute ist es ein Rätsel, wie es die Baumeister und Arbeiter des alten Ägyptens geschafft haben, diese gigantischen Pfeiler aus Stein über hunderte von Kilometern zu transportieren und an ihrem Zielort millimetergenau aufzurichten und aufzustellen.

Um dieses Jahrtausende alte Geheimnis zu lüften, reiste ein Expertenteam aus Massachusetts nach Ägypten. Sie versuchen nach der Idee des experimentierfreudigen Steinmetzmeisters Roger Hopkins, in Assaun am Nil einen Obelisken ohne moderne technische Hilfsmittel aufzustellen. Der Versuch wird wissenschaftlich überwacht vom Ägyptologen Prof. Mark Lehner von der Chicago University.

Ein Sandkastenspiel im riesigen Maßstab. Seit 1993 hat das Team mehrere Versuche abbrechen müssen. Meist waren es Kleinigkeiten, die nicht klappten. Diesmal ist von Anfang an ein Fersehteam dabei. Werden es die Ingenieure von heute schaffen, einen Obelisken nur mit den Werkzeugen und der Technik der Pharaonenzeit aufzurichten?



zurück