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Discovery - Die Welt entdecken, Die Sphinx - Das Lächeln der Pharaonen

Ein Film von Ron Johnston

Aus einem einzigen Fels gehauen thront sie im goldgelben Wüstensand. Ihr Körper aus Sandstein gleicht der muskulösen Gestalt eines Löwen. Der schwere Kopf mit den menschlichen Gesichtszügen ruht auf ihren breiten Schultern. Erhaben blickt sie gen Osten auf die Lebensader Ägyptens - den Nil. Wer kennt sie nicht, die große Sphinx von Gizeh? Als Symbol herrschaftlicher Macht stellt das geschlechtslose Wesen Wissenschaftler weltweit immer wieder vor neue Rätsel. Anfang der 90er Jahre entdeckten Forscher im Inneren der monumentalen Statue einen Tunnel und eine verborgene Kammer. Doch erst jetzt hat der Archäologe und Direktor des Pyramidenplateaus von Gizeh, Dr. Zahi Hawass, grünes Licht gegeben, die überlebensgroße Skulptur gründlich zu untersuchen. Für die Experten ein Jahrhundertereignis. Denn sie hoffen, das Geheimnis der Löwenfigur endlich zu lüften: Wer baute die Majestät der Wüste? In welcher Epoche ist sie entstanden? Weshalb wurde sie genau vor den drei bedeutendsten Pyramiden des einstigen Pharaonenreiches aufgestellt? Weder Inschriften noch zeitgenössische Quellen geben darüber Auskunft. Bis heute fehlen Beweise für die weithin verbreitete Vermutung, dass Pharao Chephren, der Erbauer der gleichnamigen Pyramide, den Monolith in Auftrag gegeben hat. Kritiker zweifeln hartnäckig an den mageren Indizien, die in unmittelbarer Nähe der Sphinx gefunden wurden. Sie glauben nicht, dass der Hieroglyphenrest auf einer Stele den Namen des Königs darstellt. Auch die Statue aus schwarzem Diorit - ein angebliches Abbild von Chephren - aus dem angrenzenden Taltempel überzeugt die Skeptiker nicht. So bleibt der Bauherr ebenso wie der Bildhauer weiterhin im Dunkel der Geschichte verborgen. Selbst moderne Methoden versagen, wenn es darum geht, wenigstens das Alter des Naturstein- gebildes zu bestimmen. Die Frage der Datierung führte in der Vergangenheit zu heftigen Kontroversen, die noch längst nicht verstummt sind. Nur so viel scheint festzustehen: Erst seit der Errichtung der Pyramiden von Gizeh besaßen die Baumeister das technische Know-how, Kolossalfiguren dieses Ausmaßes anzufertigen. Dabei überließen die alten Ägypter nichts dem Zufall. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge spielten bei der Errichtung des Kunstwerkes nicht nur religiöse Vorstellungen sondern auch die Astronomie eine bedeutsame Rolle.

Die Dokumentation führt ins Reich der Gottkönige und stellt eines der großen Mysterien Ägyptens vor. Groß ist die Flut an Informationen, die darauf wartet, in den richtigen Kontext gebracht zu werden

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