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Im Bann der grünen Götter - Die Ärzte der Pharaonen

Ein Film von Renate Germer, Deutschland 2003

Auf Tutenchamuns letzte Reise wurden ihm Blumengirlanden und ein Blütenhalskragen mitgegeben. Bloßer Schmuck - oder medizinische Notwendigkeit für das jenseitige Leben des Pharao? Wissenschaftler sind dem Medizinwissen der alten Ägypter auf der Spur. Welche Pflanzen nutzten sie für ihre Arzneien? Auf der Suche nach dem versunkenen Heilwissen.

Seit 30 Jahren ist die Ägyptologin und Biologin Renate Germer den Geheimnissen der altägyptischen Medizin auf der Spur. In der Kultkammer des Seschem-nefer stößt sie auf Inschriften: Der Sohn des Seschem war Hofarzt und stieg zu höchsten Ämtern auf. Ein klarer Hinweis: Die Leibärzte des Cheops wurden an der prominenten Stelle begraben. Er muss sie und ihre Kunst sehr geschätzt haben. Doch wie sah diese Kunst aus, welche Mittel wandten sie an?

Bei der Bergung dieses Heilschatzes spielt die Mumifizierung eine wichtige Rolle. Durch Natron-Salz wurde dem Leichnam Wasser entzogen, Fleisch und Gewebe somit haltbar gemacht. Balsam und Leinenwicklungen vervollkommneten die Konservierung des Körpers. So präpariert konnte der Verstorbene im Totenreich auf seine Wiedererweckung warten.

Im Mumienkeller des Ägyptischen Museums in Berlin sind die "konservierten Patienten" für die Erforschung der Krankheiten im Alten Ägypten eine wahre Fundgrube. Neben den Mumien mit ihren goldenen Masken, sind manchmal auch pflanzliche Grabbeigaben erhalten. Gibt es eine Verbindung zwischen der Heilwirkung dieser Pflanzen und der Krankheit des Verstorbenen? Dazu muss erst einmal herausgefunden werden, woran der Patient litt.

Am Institut für Pathologie des Krankenhauses München-Bogenhausen hat sich ein Ärzteteam auf den molekularen Code der "ägyptischen Patienten" spezialisiert. Den Forschern genügen Bruchstücke der DNA, um daraus Krankheitsbilder und sogar Verwandschaftsbeziehungen von Menschen zu ermitteln, die vor über dreitausend Jahren am Nil lebten. Die Molekularbiologie öffnet so ein bisher fest verschlossenes Fenster zur Geschichte untergegangener Völker und Kulturen.

Südlich des modernen Kairo liegen die Pyramiden von Sakkara und Giseh, Ausgangspunkt der Suche nach dem verversunkenen Heilwissen. Pharao Cheops ließ sich vor 4500 Jahren die größte Pyramide bauen. Direkt zu ihren Füßen liegt ein Grab mit großer Kultkammer.

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