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Menschen und Hotels: Mena House, Kairo

Ein Film von Rita Knobel-Ulrich

Viele Reisende landen an immer gleichen Rezeptionen, Frühstücksbüfetts, Zimmern mit Minibar und Schokoladentäfelchen auf dem Kopfkissen: ununterscheidbar, langweilig und anonym. Doch es gibt sie noch - die großen alten Grandhotels mit Stil und Tradition. Sie sind Schauplätze und Spiegel ihrer Zeit und Kultur, wo der Gast sich dem Gefühl hingeben kann, dass hier Geschichte und Geschichten erlebt und geschrieben wurden. Vor der Hoteltür fanden Revolutionen und Kriege statt. Besatzungs- und Friedenszeiten fanden ihren Widerhall in den Zimmern und Suiten, in der Halle und der Bar.

Diese Hotels sind keine anonymen Glas- und Glitzerpaläste, sondern bieten die feinste Kulisse für Leidenschaften, Politik und Kunst. Könige und Präsidenten haben in ihnen übernachtet, Musiker, Maler, Stars und Sternchen. Immer dabei waren auch die Schriftsteller der Epoche: als arme Schlucker an der Bar oder als erfolgsverwöhnte Dauergäste. Hier fanden und finden sie nicht nur Anregungen für Romane, Figuren und Intrigen, sondern auch für den ganz alltäglichen Klatsch.


Die neuen Filme der Reihe "Menschen und Hotels" - die ersten vier liefen mit großem Erfolg vor einem Jahr im Ersten - bieten einen Blick hinter die Kulissen der Nobelherbergen, denn Portiers und Direktoren, Zimmerkellner und Butler sind unerschöpfliche Fundgruben an Geschichten über Gäste und ihre Macken. Die Hotelgeschichten zeigen aber auch den Blick der illustren und "normalen" Gäste: vom Weinkeller in die Wäscherei, vom Keller bis unters Dach, von der Suite bis in die Küche - Alltag in den Luxusherbergen dieser Welt.

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