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Metropolis, die Macht der Städte - Alexandria, Zentrum des Wissens

Ein Film von Hannses Schuler und Manfred Baur

Alexandria wurde 331 vor Christus von Alexander dem Großen gegründet. Der griechische Feldherr hatte Ägypten erobert und wollte sich mit einer neuen Königsstadt am westlichen Nildelta für alle Zeiten ein Denkmal setzen. Seine Baumeister entwarfen die Stadt am Reißbrett und schufen aus dem Nichts eine Weltstadt: eine Megacity der Antike.

Erkennungszeichen der antiken Metropole war der berühmte Leuchtturm. Heute leben in der zweitgrößten Stadt Ägyptens mehr als vier Millionen Menschen. Abseits der Touristenströme hat sich hier die kosmopolitische Atmosphäre vergangener Jahrhunderte bewahrt.

Die moderne Metropole hat das antike Alexandria unter Beton und Asphalt begraben. Nur tief unter der Stadt und in der Weite der ägyptischen Wüste finden sich Zeugnisse, die von der geheimnisvollen Vergangenheit Alexandrias berichten.

Welches Wissen bewahrte die sagenumwobene Bibliothek von Alexandria? Wo stand der berühmte Leuchtturm - eines der sieben Weltwunder der Antike? Was zog die Menschen aus aller Herren Länder nach Alexandria? Der kometenhafte Aufstieg Alexandrias beschäftigt den französischen Archäologen Jean-Yves Empereur seit mehr als zehn Jahren. Er leitet das Institut zur Erforschung Alexandrias, das "Centre d'Etudes Alexandrines". Seine Forschungsergebnisse zeigen die antike Metropole als Stadt von gewaltigen Dimensionen.

"Die Straßen sind breiter als in jeder anderen Stadt. Die Canopische Straße war mehr als 30 Meter breit. Das ist unglaublich, verglichen mit Athen oder Korinth. Als ob man New York mit Paris oder London vergleichen wollte. Und sie hatten sogar einen Wolkenkratzer, den Leuchtturm. Wer aus dem alten Griechenland kam, von den griechischen Inseln, muss ziemlich beeindruckt gewesen sein von der Stadt."

140 Meter hoch ragte der Leuchtturm mit seiner strahlend weißen Marmorfassade in den Himmel. Er war eine unübersehbare Landmarke und Zeichen der Macht Alexandrias. Im Jahre 299 vor Christus wurde der Bau des Leuchtturms nach den Plänen des Sostratos von Knidos begonnen. Nach 20 Jahren Bauzeit stand der gigantische Turm kurz vor seiner Vollendung. Ein Symbol der Hoffnung für alle, die von weit her nach Alexandria kamen. Aber von dem Wahrzeichen ist nichts geblieben. Selbst seine Lage ist nicht eindeutig bestimmt. Auch wenn vieles darauf hindeutet, dass er an der Hafeneinfahrt gestanden haben könnte.

Heute wird die Hafeneinfahrt von einem Bau aus dem 15. Jahrhundert dominiert, der Zitadelle Quait Bey. Das arabische Fort wird seit kurzem restauriert. Eine seltene Gelegenheit, hinter die Geheimnisse des Baus zu gelangen. Waren die Trümmer des Leuchtturms das Baumaterial für die Zitadelle?

Unter der Zitadelle liegt ein riesiger Wasserspeicher, die Soldaten sollten auch eine lange Belagerung überstehen können. Die Zisterne erweist sich als Museum der Baugeschichte: korinthische Kapitelle, antike Säulenelemente. Sind darunter auch Bruchstücke des Leuchtturms zu finden?

"Am Quait Bey fand man auch Überreste des Leuchtturms. Wir konnten ein riesiges Tor rekonstruieren, mehr als zwölf Meter hoch. Torpfosten und Querbalken sind aus Granit aus Assuan. Wir fanden auch riesige Statuen, die noch zu Füßen ihrer Sockel lagen. Es sind Statuen der ptolemäischen Könige und Königinnen. Sie standen in der Antike hier am Leuchtturm."

Die Zitadelle Quait Bey nimmt heute wahrscheinlich jenen Platz ein, an dem einst der mächtigste Leuchtturm aller Zeiten stand. 1500 Jahre lang führte er die Seefahrer sicher in den Hafen Alexandrias, bevor ihn ein Erdbeben zum Einsturz brachte. Geblieben ist sein Mythos. Die besten Baumeister ihrer Zeit hatte man nach Alexandria geholt, um das Wunderwerk zu schaffen.

Die Anfänge Alexandrias liegen mitten im Meer - auf einer kleinen Felseninsel vor der Küste - Nelson Island. War die Insel auch eine Art Planungsbüro für die Stadt, die auf dem benachbarten Festland in die Höhe wuchs?

Der Archäologe Paolo Gallo hat nach jahrelangem Kampf mit den Behörden erreicht, dass er als erster die karge Insel mitten in einem militärischen Sperrgebiet erforschen durfte.

Zur großen Überraschung Gallos wurde der Stützpunkt kurz nach der Gründung Alexandrias verlassen - und die Insel seither nicht besiedelt. Dicht unter der Oberfläche tauchen die Grundmauern eines größeren Baus auf. Stand hier ein Tempel, ein Leuchtturm, oder eine militärische Anlage?

Durch Zufall entdeckten die Archäologen an der Steilküste auch den Eingang zu einem unterirdischen Stollen, Teil einer antiken Zisterne. Im 17. Jahrhundert suchten hier Seefahrer aus dem Gefolge Admiral Nelsons Zuflucht. Professor Gallo glaubt inzwischen zu wissen, warum diese Insel trotz ihrer besonderen Lage unbesiedelt blieb.

"Die Garnison war nur für eine kurze Zeit besetzt, nicht mehr als 30 oder 40 Jahre. Danach wurde sie vollständig aufgegeben. Die Insel wurde verlassen, weil sie ihre strategische Bedeutung verloren hatte. Denn nun war der neue Hafen von Alexandria in Betrieb."

Das alte Alexandria war eine Stadt aus der Retorte: Wie komplex die antiken Bauingenieure planten, zeigen neue Grabungen. Schon in der Planungsphase berücksichtigten die Baumeister die zukünftige Besiedelung und entwarfen ein rechtwinkliges Straßennetz, das auch hohe Verkehrsaufkommen bewältigen konnte. Die beiden zentralen Verkehrsachsen des modernen Alexandria gehen auf die Gründungszeit zurück - unverändert in den Dimensionen seit über zweitausend Jahren.

Ein Ort in der Nähe des antiken Palastbezirks ist seit Gründung der Stadt durchgehend bewohnt, eine eindeutige Abfolge der Epochen nur schwer zu erkennen. Und doch stießen die Archäologen hier auf Fundstücke, welche die Weitsicht der griechischen Stadtplaner unter Beweis stellen: Zisternen - und vor allem Wasserleitungen. Funde zeigen, auf welch fortschrittliche Weise die Ingenieure Alexandrias das Problem einer Stadt ohne eigene Quellen lösten.

Für die neue Metropole bauten sie als erstes ein Wasserleitungsnetz aus vorgefertigten Tonröhren. Wie bei modernen Leitungen passen auch die antiken Rohre durch konische Endstücke genau ineinander. Massenfabrikation. Zehntausende solcher Rohre müssen im Untergrund Alexandrias verlegt worden sein - und zwar bevor mit dem Straßenbau begonnen wurde. Die gesamte Infrastruktur, der Verlauf der Straßen und Wege, und die Lage der Gebäude muss von Anfang an im Detail festgestanden haben - ein Meisterwerk der Planung.

Die antike Technik der Bewässerung wird von den Wasserbauern in Alexandria heute noch angewendet

Das Wasser für Alexandria kam über Kanäle aus dem Nil. Bis heute ist die ebenso geniale wie einfache Technik der antiken Wasserbauer im Hinterland Alexandrias erhalten geblieben. Vom Wasser selbst angetrieben, befördern Wasserräder das wertvolle Nass in Hohlräumen nach oben, wo es dann in Kanälen weiter fließt.

Taposiris liegt weit im Westen Alexandrias und markiert den ausgedehnten Machtbereich der Ptolemäer. Die gesamte Region war ein florierendes Wirtschaftsgebiet. Mit Hafen, Lagerhallen, Weingütern und ausgedehnten Manufakturen. Bis heute liegen hier die Scherben von Hunderttausenden von Amphoren - antike Müllhalden.

Ein Zufallsfund gibt Auskunft darüber, wie Tongefäße in so gewaltigen Mengen hergestellt werden konnten. Unter einem Berg von Scherben wurden die Reste eines antiken Amphorenofens freigelegt - er war bei einer Explosion zerstört worden. Mehr als 600 Amphoren konnten hier gleichzeitig gebrannt werden.

"Die Amphoren hatten spitz zulaufende Böden. So konnte man sie einfach in den Sand stellen, in die Brennöfen oder die Transportschiffe stapeln. An einem Griff ist noch der Fingerabdruck desjenigen zu sehen, der die Amphore einst gemacht hat. Tausende von Amphoren wurden hier hergestellt, eine wahre Massenproduktion, für Alexandria und den Rest des Mittelmeerraums."

Im Hinterland Alexandrias sind solche Brennöfen bis heute in Betrieb. Einmal in der Woche wird die Produktion der letzten Tage gebrannt. Ton war der universelle Werkstoff der Antike. Billig, unbegrenzt verfügbar, leicht zu formen und dauerhaft. Wie schon vor tausenden von Jahren hüten Männer das Feuer die ganze Nacht hindurch. Ob Amphoren oder Wasserleitungsrohre: Diese frühe Massenproduktion von Gebrauchsgegenständen war eine der Grundbedingungen für das Entstehen großer Städte.

Das antike Alexandria hatte man zu Beginn des 19. Jahrhunderts fast vollkommen vergessen. Da machte ein einfacher Fuhrunternehmer durch einen Zufall eine sensationelle Entdeckung. Sie brachte die im Untergrund der Stadt verborgene Geschichte wieder ans Licht und erzählte Erstaunliches über das Leben in dieser griechischen Stadt auf ägyptischen Boden.

Die Entdeckung begann damit, dass der Fuhrunternehmer wie jeden morgen in aller Frühe sein Pferd anspannte, um seine Dienste in den Straßen Alexandrias anzubieten. In einer engen Gasse brach plötzlich die Straße unter ihm ein. Es öffnete sich der Eingang zu einer längst vergessen Welt.

20 Meter unter dem Leben der modernen Hafenstadt liegt ein weit verzweigtes Höhlensystem: die Katakomben Kom-El-Choqafa. Hier bestatteten die Alexandriner ihre Toten. Der Sarkophag ist geschmückt mit griechischen Weinreben - und mit ägyptischen Göttern. Ausdruck für das friedliche Zusammenleben der griechischen Neuankömmlinge mit der angestammten ägyptischen Bevölkerung. Die Bedingungen dafür hatte General Ptolemäus, geschaffen, der nach dem Tod Alexanders des Großen die Macht übernahm.

Seine Nachfolger setzten diese Politik fort - und so entstand die ptolemäische Kultur: weltoffen und fortschrittsgläubig. Alexandria wurde zum Zentrum des Wissens. Wissen ist Macht. Dies war die Erkenntnis der ptolemäischen Herrscher. Sie holten die größten Köpfe der Zeit nach Alexandria und sie hinterließen eindrucksvolle Monumente.

In der Bibliothek von Alexandria forschten und unterrichteten die berühmtesten Gelehrten ihrer Zeit. Archimedes, Euklid oder Erathostenes, der bereits herausgefunden hatte, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Die Bibliothek war berühmt in der ganzen Welt. 700.000 Schriftrollen wurden hier aufbewahrt - das gesamte Wissen des Altertums.

Bei der Wissensbeschaffung beschritten die Ptolemäer auch ungewöhnliche Wege: Jedes Schiff, das im Hafen von Alexandria ankam, musste alle mitgeführten Schriftstücke der Bibliothek überlassen - und bekam Kopien zurück. Niemand ahnte zu jener Zeit, dass keine einzige der Schriftrollen erhalten bleiben würde. Die Bibliothek und ihre Schätze wurden ein Raub der Flammen.

"Menschen aus aller Herren Länder waren hier zu finden. In der Bibliothek gab es Bücher in allen im Altertum bekannten Sprachen. Sie wurden aus dem Ägyptischen, Aramäischen oder Hebräischen ins Griechische übersetzt. Alexandria war der kulturelle Schmelztiegel der Antike."

Es gibt allerdings einen Ort, wo sich Papyrusrollen aus jener Zeit erhalten haben. Seit 20 Jahren gräbt ein französisch-italienisches Team die Überreste einer ptolemäischen Stadt aus. Was in Alexandria unter vielen Schichten der Stadtgeschichte verborgen ist, liegt hier unmittelbar unter dem Wüstensand.

Das Außergewöhnliche an Tebtunis sind aber nicht die Ruinen: In dem extrem trockenen Klima haben sich Tausende von schriftlichen Zeugnissen aus der Gründungszeit Alexandrias erhalten. Die Funde von Tebtunis lassen ahnen, welche Schätze sich in der Bibliothek von Alexandria befunden haben müssen. Schon diese Papyri sind eine einzigartige Informationsquelle über das Leben in der Antike.

Eine Bibliothek gab es nicht in der Provinz. Die Papyri von Tebtunis stammen aus Wohnhäusern, Ämtern oder Tempeln. Mit ihrem geometrischen Grundriss und der breiten Prozessionsstraße zeigt Tebtunis Ähnlichkeiten zur Hauptstadt Alexandria. Und wie in Alexandria finden sich Belege für eine Vermischung der Kulturen: griechische Säulen, weit im ägyptischen Hinterland.

Die brüchigen Papyri müssen noch vor Ort konserviert werden. Nach Jahrhunderten im Wüstensand enthüllen sie den Wissenschaftlern ihre Botschaft. Die Texte sind in Griechisch abgefasst, oder Demotisch, der ägyptischen Alltagsschrift. Auch Papyrus war ein Massenprodukt - wie heutiges Schreibpapier.

Papyriologe Prof. Gallazi über den Gebrauch der Papyrusrollen:

"Die einzelnen Papyri wurden zu einer ganzen Rolle zusammengehängt. Meistens ergaben 20 Blätter eine Rolle von über drei Metern Länge. Und wenn man ein Stück brauchte, wurde es einfach davon abgeschnitten."

Die meisten Papyri von Tebtunis berichten von ganz alltäglichen Dingen, es sind Kaufverträge, Steuerbescheide oder Pachterhebungen.

In der Bibliothek von Alexandria dagegen wurden die Schriften aller großen Gelehrten der Zeit aufbewahrt. Aus Mathematik, Geometrie und Astronomie. Aber auch historische Werke, Landkarten und bahnbrechende medizinische Abhandlungen.

In Alexandria lehrte der berühmte Arzt Herophilos, von dessen ungewöhnlichen Forschungsmethoden nichts nach außen dringen durfte. Herophilos war der Begründer der modernen Anatomie. Er gewann seine Erkenntnisse am menschlichen Objekt. Selbst in der Stadt der Wissenschaften war das ein Tabubruch ohne gleichen. Den Körper eines Verstorbenen aufzuschneiden, statt ihn würdevoll zu bestatten, verstieß gegen den Willen der Götter. Herophilos war der Entdecker des Blutkreislaufs und eröffnete damit der Medizin völlig neue Möglichkeiten. Auch war für ihn nicht länger das Herz der Sitz der menschlichen Seele - Denken und Empfinden schrieb er als erster dem Gehirn zu.

Nur wenige Jahre nach der Stadtgründung im Jahr 331 vor Christus war die Einwohnerzahl Alexandrias auf eine halbe Million Menschen empor geschnellt. Prächtige Paläste und Tempel säumten damals die Alleen.

Doch in welchen Häusern lebten die gewöhnlichen Alexandriner? Grzegorz Majcherek von der Universität Warschau ist es gelungen, die Überreste von Wohnhäusern aus der Anfangszeit der Stadt auszugraben.

"Alle Grundstücke waren gleich groß, jeder hatte ungefähr 25 mal 25 Meter für sein Haus. Wir glauben, dass diese Strukturen auf die Zeit Alexander des Großen zurückgehen und für fast vier Jahrhunderte bestand hatten."

Auf Parzellen von rund 600 Quadratmetern spielte sich das Leben einer wohlhabenden Familie ab. Eine großzügige Stadtvilla mit Platz für Garten und Stall. Entdeckungen, wie ein Haus mit seinem griechischen Mosaik, sind selten, aber noch rarer sind Gegenstände aus dem Alltag der Alexandriner. Im griechisch-römischen Museum in Alexandria werden die wenigen Zeugnisse jener Zeit bewahrt. Unter ihnen wertvolle Tanagrafiguren. Man fand sie in den Gräbern junger Frauen. Wahrscheinlich waren sie schon zu deren Lebzeiten ihre Begleiter, Spielzeug und Glücksbringer zugleich.

Im weltoffenen Alexandria war das Bild der Frau vom griechischen Ideal geprägt. Das belegen die Details der Tanagrafiguren. Ihre kunstvolle Bemalung hat sich über Jahrtausende erhalten. Sie zeigen, dass sich die Frauen Alexandrias nach griechischer Mode kleideten und frisierten. Doch folgten sie auch den griechischen Konventionen? In Alexandria waren die Griechen auf eine pharaonische Tradition getroffen. War in Griechenland für eine Frau das Leben nur innerhalb ihres Hauses vorgesehen, kannte man in Ägypten sogar mächtige Herrscherinnen.

Wie jede Großstadt war Alexandria von Anfang an auch eine gigantische Produktionsstätte. Wie heute drängten sich die Menschen in den Gassen und versuchten, ihre Güter zu verkaufen. Auf der Straße versorgten sie sich auch mit Essen. Das Frühstück bestand in der Regel aus Brot, eingetunkt in unverdünnten Wein. Wo heute die Fischer ihren Fang an Land bringen, entluden vor 2300 Jahren Sklaven die Handelschiffe der Antike. Güter aus dem gesamten Mittelmeerraum wurden hier umgeschlagen. Der Hafen Alexandrias war Ägyptens Tor zur Welt.

Seit der Gründung veränderte Alexandria immer wieder das Gesicht. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts war die antike Metropole eine von mediterraner Architektur geprägte Hafenstadt. Heute hält der Fortschritt mit dem Bau moderner Geschäftsgebäude Einzug - auf geschichtsträchtigem Grund.

Inmitten undefinierbaren Abraums kam völlig unerwartet der Torso einer Marmorstatue ans Tageslicht. Der kostbare Fund wurde in den Werkstätten des Forschungszentrums untersucht und präpariert. Zum Erstaunen des Teams stellte sich heraus, dass man die Marmorstatue eines römischen Kaisers gefunden hatte. Alexandria war über 300 Jahre lang die strahlende Königin der antiken Metropolen, als auf der anderen Seite des Mittelmeeres der Aufstieg einer neuen Stadt begann: Rom griff nach der Macht im Mittelmeerraum.Im Jahr 31 vor Christus unterwarf das römische Imperium auch das Reich der Ptolemäer. Sie überbauten die griechische Stadt radikal und zwangen Alexandria ihre eigene Kultur auf. Die Grabung der Universität von Warschau brachte eine römische Prachtstraße zum Vorschein. Sie verläuft direkt über dem ptolemäischen Wohnviertel. Das Miteinander der Kulturen wurde jäh beendet - die Römer duldeten keine Herren neben sich. Sie machten die glanzvolle Metropole zu einer Provinzstadt ihres Imperiums.

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