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Sphinx - Rätsel in Stein

Ein Film von Martin Papirowski, ZDF, 2002

Im Zentrum steht die Sphinx von Gizeh, über deren Schöpfer Archäologen bis heute streiten. Die meisten behaupten, dass es Pharao Chephren war, der das Wesen aus Löwe, Mensch und Gott vor 4.500 Jahren zum Symbol seiner Macht erklärte. Doch der angesehene Ägyptologe Dr. Rainer Stadelmann ist davon überzeugt, die Lehrmeinung widerlegen zu können. Er will im zerstörten Antlitz der Sphinx die Züge des legendären Pharao Cheops erkennen, der die größte aller Pyramiden erbaute. Die Autoren sind den Argumenten der Wissenschaftler gefolgt und haben das Gesicht der Sphinx von Computerkünstlern digital rekonstruieren lassen. Entstanden sind malerische Animationen, die einen Eindruck davon vermitteln, wie die Sphinx einst ausgesehen haben könnte. Um ihre Identität zu enthüllen, wurden Experten für die Erkennung von Gesichtern beauftragt, die sonst anhand von Fotos Verbrecher und Kriminelle überführen. Können sie das Rätsel lösen? Seit Jahrtausenden zieht die Sphinx die großen Mysterien der Welt magisch an, von jeher vereint sie Fakten mit Fiktionen. Der harten Wissenschaft stellt die Dokumentation kühne Theorien gegenüber, die noch ganz andere Rätsel als den Erbauer mit der sagenumwobenen Schöpfung aus Stein verbinden. Wurden Sphinx und Pyramiden vor 10.500 Jahren nach einem astronomischen Masterplan errichtet, wie der Bestseller-Autor Robert Bauval behauptet? Andere glauben, am Körper der Sphinx die Spuren einer gewaltigen Flut entdeckt zu haben. War Noah der Schöpfer des steinernen Löwenmenschen? Erklärt und illustriert werden die Thesen durch aufwendige Computer-Animationen.

Archäologen suchen nach einem Labyrinth, das ein amerikanischer Hellseher in Trance prophezeite. Er sprach von einer Halle der Erkenntnis tief unter der Sphinx. Darin sei das geheime Wissen der Menschheit verwahrt. Der Film zeigt erstmals Archivmaterial von den Bohrungen vor der Sphinx, die vor 30 Jahren von einer amerikanischen Expedition durchgeführt wurden. Erst kürzlich hat der ägyptische Archäologe Dr. Zahi Hawass nahe der Sphinx einen 30 Meter tiefen Schacht entdeckt, der zu einem Inselgrab führt, das bereits Herodot in der Antike beschrieb. Das "Sphinx"-Team ist mit dem Forscher in die Felsentiefe gestiegen, um das Labyrinth zu ergründen. Die Suche nach Antworten auf das Rätsel aller Rätsel führt durch mehr als zwölf Jahrtausende, hinab zu verborgenen Kammern unter der Sphinx und hoch an das nächtliche Firmament. In einer Bibliothek in Amsterdam haben die Autoren in uralten Schriften nach dem Schlüssel zur Sphinx gesucht. In Hamburg erlaubte die legendäre Bruderschaft der Freimaurer erstmals Aufnahmen in ihren heiligen Hallen, um das Geheimnis zu enthüllen.

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