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Zdf-Expedition - Unternehmen Cheops, Die Seidenstraße der Pharaonen

Ein Film von ...

Die Libysche Wüste in Ägypten - ein hitzeflirrendes Niemandsland, fernab vom fruchtbaren Niltal mit seinen pulsierenden Metropolen und eindrucksvollen Altertümern einst mächtiger Pharaonen.

Erst seit wenigen Jahrhunderten wagen sich Forscher und Abenteurer in das lebensfeindliche "Reich der Finsternis". In eine Region, in der allein die Gesetze der Natur über Leben und Tod gebieten. Getrieben von wissenschaftlicher Neugier haben sich Entdecker aus der ganzen Welt in dem riesigen Sandmeer auf die Suche nach Zeugnissen antiker Stätten, versunkener Kulturen und alter Karawanenrouten gemacht. Legendär die Reiseberichte der Wüstenpioniere Gerhard Rohlfs oder Laszló Almászy aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Doch auch die beiden furchtlosen Draufgänger mussten - wie viele andere vor und nach ihnen - schließlich vor dem riesigen Feuerozean kapitulieren. Nach wie vor sind weite Teile der Libyschen Wüste nicht mehr als ein weißer Fleck auf der Landkarte. Den Geo-Autor und Hobbyarchäologen Carlo Bergmann hat es vor zwanzig Jahren in die Einöde des afrikanischen Kontinents verschlagen. Seither lässt ihn der

mörderische Glutofen in Ägyptens Westen nicht mehr los. Mit einer kleinen Kamelkarawane zieht er mindestens sechs Monat im Jahr quer durch die Wildnis - den Geheimnissen der geschichtsträchtigen Einöde unermüdlich auf der Spur. Schon längst gilt der "letzte Beduine" unter

Experten als profunder Kenner der unüberschaubaren Region. Immer wieder verblüfft der Ex-Betriebswirt mit einzigartigen Funden, die renommierte Archäologen in helle Aufregung versetzten. Auf seinen endlosen Fußmärschen hat der Aussteiger aus Köln schon mehr als einmal

handfeste Beweise für Thesen gefunden, die bei Fachleuten lange Zeit für kontroverse Diskussionen sorgten. Eine erste Karte, erstellt anhand von steinernen Wegzeichen, Tonscherben und uralten Stoffresten, belegt jetzt die Existenz des legendären "Abu-Ballas-Trail", der

gefürchteten Transsahara-Schmugglerroute. Weiterer Höhepunkt auf dem Wüstentrip ist ein Berg, auf den der Deutsche eines Tages mitten in der "Terra incognita" stieß. Hieroglyphen und eine

Darstellung von Pharao Cheops, dem Erbauer der großen Pyramide von Gizeh, lassen vermuten, dass der Regent schon damals seine Truppen bis in die entlegene Gegend entsandt hat. Die Experten stehen vor einem Rätsel. Bisher ging die Lehrmeinung davon aus, dass die Menschen im 3. Jahrtausend vor Christus das "Land der Toten" mieden. Denn nach alter Vorstellung trieben dort Dschinnen und der gefürchtete Gott Seth ihr Unwesen. Was also haben die Untertanen des mächtigen Herrschers in den unend?lichen Weiten der westlichen Wüste gesucht? Welche Ereignisse verbergen sich hinter der sensationellen Entdeckung? Und welche Konsequenzen haben sie für die ägyptische Geschichtsschreibung? Nur zwei Facetten aus einer Reihe von spektakulären Funden, die Forscher vom Heinrich-Barth-Institut Köln gemeinsam mit Carlo Bergmann untersucht haben. Zum ersten Mal begleitet ein Kamerateam die außergewöhnliche Expedition auf ihrem abenteuerlichen Weg zu den Geheimnissen im endlosen Sandmeer der Libyschen Wüste.

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