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Weltspiegel - Scharm el Scheich. Nach den Anschlägen

Ein Film von Golineh Atai

Nach den verheerenden Terroranschlägen im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich sind viele deutsche Urlauber vorzeitig in die Heimat zurückkehrt. Der beliebte Urlaubsort am Roten Meer war in der Nacht zum Samstag von mehreren Explosionen erschüttert worden. Die Fahndung nach Tätern und Hintermännern läuft auf Hochtouren. Die Scherben und Trümmer werden eilig weggeräumt, es sollen nicht noch mehr Bilder vom Blutbad um die Welt gehen. Dabei waren die Schrecken im Unterbewusstsein lebendig. Es war der vierte Anschlag innerhalb von neun Monaten in Ägypten und diesmal ausgerechnet in der Stadt der Friedensschlüsse.

Bei einem Anschlag auf dem Sinai im Oktober 2004 kamen 34 Menschen ums Leben, darunter viele Israelis. Im April 2005 starben bei einem Attentat in der Kairoer Altstadt drei westliche Touristen. Wenige Wochen später zündeten zwei Frauen eine Bombe vor dem Ägyptischen Museum in Kairo.

Heute ist die Hauptstadt gut bewacht. Die Stimmung der Händler ist aber auf dem Tiefpunkt. Sie fürchten, dass die Touristen ausbleiben werden. Der Reiseführer versucht sich in Schadensbegrenzung. Er versichert seiner Gruppe, diese Anschläge hätten nichts mit dem Islam zu tun. Nach den Anschlägen in Luxor im Jahre 1997 haben die ägyptischen Fundamentalisten dem Terror abgeschworen. Deshalb glauben viele, dass jetzt Ausländer die Bomben in Scharm el Scheich gezündet haben. Die Spurensuche in Ägypten wird weitergehen.

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