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Jane Eyre
Jane Eyre

113 Min.

Regie: Franco Zeffirelli
Drehbuch: High Withemore und Franco Zeffirelli nach dem Roman von Charlotte Brontë
Musik: Alessio Vlad, Claudio Capponi
Kamera: David Warkin
Großbritannien, 1996


Rolle:

Darsteller:

 

Jane Eyre

Charlotte Gainsbourg

Jane als Kind

Anna Paquin

Mr. Rochester

William Hurt

Mrs. Fairfax

Joan Plowright

Blanche Ingram

Elle McPherson

Mason

Edward de Sousa

Mrs. Reed

Fiona Shaw

Miss Scratcherd

Geraldine Chaplin

Grace Pool

Billi Whitelaw

Bertha

Maria Schneider

Mr. Brocklehurst

John Wood

St. John Rivers

Samuel West


Das junge Leben der Jane Eyre verspricht keine gute Zukunft. Mitte des letzten Jahrhunderts lebt sie als ungeliebte Waise im Haushalt ihrer Tante. Von dort aus bringt man sie ins Waisenhaus, in dem sie mit ihren Mitschülerinnen unter dem strengen und entbehrungsreichen Leben leidet. Janes Leidenschaft ist das Zeichnen, das ihr über die vielen traurigen Tage hinweghilft.

Als junge Frau findet sie eine Anstellung als Erzieherin im Schloß Thornfield. Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sie sich frei und glücklich. Rochester, der Schloßherr von Thornfield, ist ein schroffer, mit seinem Schicksal unzufriedener Mann. Die zurückhaltende Jane Eyre übt auf ihn eine unerklärliche Anziehungskraft aus.

Jane ist zu einer Frau herangereift, deren Augen klar sind, die Fragen stellt und Antworten weiß. Sie ist anders als die Damen, die sich vorgenommen haben, Herrin von Thornfield zu werden. Entgegen allen gesellschaftlichen Konventionen hält Rochester schließlich um ihre Hand ein.

Doch bevor die Trauung vollzogen werden kann, wird ein düsteres Geheimnis enthüllt. Erneut scheint Jane um ihr Glück betrogen. Sie verläßt Rochester und das zerstörte Thornfield. Eines Tages, einer inneren Stimme folgend, kehrt Jane zurück und wird endlich ihr einmal gegebenes Eheversprechen einlösen.

In der dritten Tonverfilmung des Literaturklassiker von Charlotte Bronte hat Regisseur Franco Zeffirelli nicht an Ausstattung und Stars gespart. So wurde neben der Oscarpreisträgerin Anna Paquin, die als kleine, widerspenstige Jane Eyre glänzen darf, gleich eine ganze Riege englischer Theaterstars wie John Wood, Fiona Shaw und Billie Whitelaw angeheuert, um dem etwas angestaubten Schinken mit Leben zu füllen. Nur Charlotte Gainsbourgh enttäuscht ein wenig als Heroine. Natürlich muss sie die ganze Zeit ein strenges Gesicht machen, schließlich spielt sie eine Gouvernante mit traumatischer Kindheit. Allerdings wirkt sie ein wenig zu blass und unmotiviert, so dass sie den Eindruck erweckt, dass sie gleich einschläft. Sie ist das glatte Gegenteil der quietschfidelen und anarchistischen Anna Paquin, die zumindest das erste Drittel erhellt.

Filmkritiken

film-dienst 02/1997: Neuverfilmung von Charlotte Brontes Roman, die äußerlich konventionellere und leidenschaftsloser ist als ihr berühmter Vorgänger. Sie besitzt jedoch den Vorzug, den Roman in der Gestaltung der Hauptrolle näher zu kommen und findet Raum für die Beschreibung erwachenden weiblichen Selbstbewußtseins in einem gesellschaftlich obstruktiven Milieu.

Cinema 02/1997: Gediegene Verfilmung des berühmten Schauer- und Liebesromans von Charlotte Bronte. Dank brillanter Darsteller wie Charlotte Gainsbourg und William Hurt nicht allzu drög.

TV Spielfilm 03/1997: Franco Zeffirellis insgesamt lobenswerte Version von Charlotte Brontes Geschichte der Waisen Jane Eyre hätte allerdings etwas mehr Augenzwinkern gutgetan. .

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