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Ein Pyjama für Zwei
Lover Come Back

103 Min.

Regie: Delbert Mann
Drehbuch: Stanley Shapiro und Paul Henning
Musik: Frank de Vol
Kamera: Arthur E. Arling
USA ,1961


Rolle:

Darsteller:

Carol Templeton

Doris Day

Jerry Webster

Rock Hudson

Peter Ramsey

Tony Randall

Rebel Davis

Edie Adams


Carol Templeton, die ehrgeizige Leiterin einer New Yorker Werbeagentur, ist auf ihren Konkurrenten Jerry Webster schlecht zu sprechen. Zwar kennt sie ihn nicht persönlich, umso besser aber seine Geschäftsmethoden, mit der er ihr mehr als einen Kunden weggeschnappt hat. Eine Verwechslung ist daran schuld, dass sie sich ausgerechnet in diesen Burschen verliebt.

Jerry Webster leitet in New York die Werbeagentur, die sein bester Freund Peter Ramsey von seinem Vater geerbt hat. Das Geschäft floriert, obwohl dem auf Korrektheit bedachten Peter Jerrys unbekümmerte Methoden immer wieder moralische Bauchschmerzen bereiten.

Hellauf empört ist Carol Templeton, Chefin einer konkurrierenden Agentur. Als Jerry ihr wieder einmal einen fetten Auftrag vor der Nase wegschnappt, zeigt sie ihn beim Fachverband wegen unlauteren Wettbewerbs an. Doch Webster schickt die attraktive Rebel Davis für sich ins Rennen, die die Jury wie erhofft um den Finger wickelt und den Freispruch erwirkt. Jerry macht sie wie versprochen zum "Vip"-Girl für ein neues Produkt - ein Produkt, das nur in seiner Fantasie existiert. Die TV-Spots fallen ausgerechnet Peter in die Hände, der ahnungslos einen Riesenwerbefeldzug für das nicht existierende "Vip" startet.

Sein Kompagnon gibt dem berühmten Chemiker Dr. Linus Tyler den Eilauftrag, etwas zu erfinden, das man als "Vip" vertreiben kann. Carol, die von dem geheimnisvollen Produkt gehört hat, möchte den "Vip"-Auftrag nur allzu gern für ihre Agentur ergattern. Ihr Pech, dass sie statt Tyler in dessen Labor ihren Rivalen vorfindet und ihn mit dem Erfinder verwechselt. Jerry hütet sich, seine Konkurrentin über den Irrtum aufzuklären. Vielmehr lässt er es sich gern gefallen, dass sie ihn nach allen Regeln der Kunst zu becircen versucht. Carol ist der vermeintlich unbeholfene schüchterne Wissenschaftler bald mehr als sympathisch. Umso wütender ist sie, als sie sein Spiel durchschaut.

Starkino vom Feinsten bietet der Kinohit der 60er Jahre "Ein Pyjama für zwei" - zur Erinnerung an den 1995 verstorbenen Rock Hudson, der am 17. November 75 Jahre alt geworden wäre. Es ist die zweite von insgesamt drei Komödien, in denen das Trio Rock Hudson, Doris Day und Tony Randall für spritzig witzige Unterhaltung sorgte, nach "Bettgeflüster" (1959) und vor "Schick mir keine Blumen" (1964).

"Wahrscheinlich der beste Hudson-Day-Film, den es je gab - sehr komisch und dazu mit einem grandiosen Ensemble von Nebendarstellern" ausgestattet, so das Urteil des "Motion Picture Guide" über diesen Leinwandspaß mit dem besten "Screwball-Paar" der Nachkriegszeit.

Mit "Ein Pyjama für zwei" erinnert das Bayerische Fernsehen an den Hollywood-Star Rock Hudson, der am 2. Oktober 1985 im Alter von 59 Jahren starb. Wenige Monate vor seinem Tod hatte der Schauspieler mutig öffentlich gemacht, dass er an Aids litt. Seine Prominenz und Popularität sorgten dafür, dass zum ersten Mal Information und Aufklärung über die tödliche Krankheit weite Kreise erreichten, dass sich die öffentlichen Mittel für Aidshilfe und -forschung vervielfachten.

Als Roy Harold Scherer in Winnetka/ Illinois geboren, wurde der überaus attraktive, hochgewachsene und charmant liebenswerte junge Mann - die Verwirklichung des "Tall, dark and handsome"-Ideals - 1948 von Raoul Walsh für den Film entdeckt. Unter dem Namen Rock Hudson begann er seine Leinwandkarriere mit Nebenrollen in Western und Abenteuerfilmen ("Meuterei am Schlangenfluss", 1951) und entwickelte sich bald zum Idealbild des netten Amerikaners. Starruhm erlangte er 1954 mit "Die wunderbare Macht", dem dritten von insgesamt acht Spielfilmen, die er mit Douglas Sirk drehte.

1959 begann mit "Bettgeflüster" die Serie populärer Kinokomödien, die Rock Hudson und seine Partnerin Doris Day zu gefeierten Kassenmagneten und zum Traumpaar jener Jahre machte. In den späten 60er Jahren wurde es zunehmend stiller um den Star. Er drehte zwar mit prominenten Regisseuren wie John Frankenheimer ("Der Mann, der zweimal lebte") oder Blake Edwards ("Darling Lili"), doch die großen Erfolge blieben aus. Das Fernsehen holte ihn als Gaststar etlicher TV-Serien, dem "Denver-Clan" verlieh er eine ganze Staffel lang Hollywood-Glanz. Bis zuletzt hatte Hudson an seinen Memoiren gearbeitet, in denen er sein Leben, geprägt vom Glanz des Ruhms, aber auch vom Elend des Sich-verstecken-Müssens, erzählen wollte. Ihm blieb nicht genug Zeit, sie zu beenden.

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