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Der Hund von Baskerville
The Hound of the Baskervilles

82 Min.

Regie: Terence Fisher
Drehbuch: Peter Bryan nach einem Roman von Arthur Conan Doyle
Musik: James Bernard
Kamera: Jack Asher
GB, 1958


 

Rolle:

Darsteller:

 

Sir Henry Baskerville

Christopher Lee

Sherlock Holmes

Peter Cushing

Stapleton

Ewen Solon

Cecile Stapleton

Marla Landi

Dr. John H. Watson

André Morell

Sir Hugo Baskerville

David Oxley

Bischof Frankland

Miles Malleson

Dr. Mortimer

Francis De Wolff

Barrymore

Lohn Le

Perkins

Samm Kydd

Seldon

Michael Mulcaster


Im Jahre 1889 wird Sherlock Holmes nach Baskerville Hall gerufen, das am Rande des großen Moors von Dartmoor liegt. Ein blutrünstiger Geisterhund soll dort sein Unwesen treiben. Es scheint, als habe er es auf den jetzigen Erben des Baskerville-Besitzes abgesehen. Als Sherlock Holmes sich des mysteriösen Falls annimmt, kommt er auf abenteuerliche Weise einem heimtückischen Mörder auf die Schliche.

Seit ein Vorfahre der Baskervilles sein ausschweifendes Leben mit einem grausamen Tod bezahlen musste, liegt ein Fluch über der wohlhabenden Familie. Eine Sage berichtet, dass ein Höllenhund den Grafen getötet habe. Als sein Onkel schrecklich zugerichtet im Moor aufgefunden wird, befürchtet Sir Henry, dass er als letzter Nachfahre der Baskervilles das nächste Opfer sein wird. Er bittet Sherlock Holmes um Hilfe. Da das Geschlecht der Baskervilles an einer erblich bedingten Herzschwäche leidet, muss jede unnötige Aufregung des Grafen vermieden werden. Der Meisterdetektiv und sein getreuer Gehilfe Dr. Watson laufen Gefahr, zwischen scharfen Hunden, Erbangelegenheiten, seltsamen Nachbarn und einer schönen rätselhaften Frau die Orientierung zu verlieren. Und vom nebligen Moor schallt nächtens das schaurige Heulen des Hundes von Baskerville.

Von Terence Fisher, einem der versiertesten Horrorfilm-Spezialisten der 50er und 60er Jahre, realisiert, wartet der Film mit gekonnten Thrill-Effekten und unheimlichen Schauplätzen auf, die Spannung und Gänsehaut garantieren. Der Film wurde von den Hammer-Studios produziert, der legendären britischen Horrorfilmschmiede, und gilt als eine der gelungensten Adaptionen der klassischen Sherlock-Holmes-Geschichte von Arthur Conan Doyle, die seit 1914 mehr als ein Dutzend Mal verfilmt wurde.

1952 begann Terence Fisher für die Hammer Studios zu arbeiten, deren Horrorfilme, häufig Remakes von Horrorklassikern Hollywoods, um die drei zentralen Figuren Frankenstein, Dracula und die Mumie kreisten. Fishers Erfolgsgeschichte setzte 1957 mit dem Film "Frankensteins Fluch" ein, der zu einem internationalen Kassenschlager wurde. Fisher avancierte bald zu einem der profiliertesten Regisseure der Studios, der es sich zum Prinzip machte, immer wieder mit denselben Darstellern zusammenzuarbeiten, so mit dem "Horror-Traumpaar" Christopher Lee und Peter Cushing in mehr als einem Dutzend Hammer-Produktionen. Christopher Lee ist unvergessen in der Rolle des Dracula, den er in acht Filmen spielte und dem er eine faszinierende erotische Ausstrahlung verlieh. Peter Cushing agierte als sein Gegenspieler, der Vampirjäger Van Helsing. In "Der Hund von Baskerville" ist Lee hingegen in der Rolle des angstvollen Opfers zu sehen, während Cushing den unerschrockenen Ermittler Sherlock Holmes gibt. Lee war bereits in zahlreichen Fernsehfilmen aufgetreten, doch erst die Filme "Frankensteins Fluch" (1957), "Der Hund von Baskerville" (1958), "Blut für Dracula" (1958) und "Die Rache der Pharaonen" (1959) machten ihn zum Star. Er spielte auch in deutschen Produktionen, so an der Seite von Klaus Kinski in "Das Rätsel der roten Orchidee" (1962) von Helmut Ashley. Außerdem war er in Tim Burtons "Sleepy Hollow" (1999), einer Hommage an die Hammer-Studios, zu sehen. In letzter Zeit trat er als Saruman in Peter Jacksons "Der Herr der Ringe" (2001/2002) und als Graf Dooko in "Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger" (2002) auf.

Das "Lexikon des Internationalen Films" schreibt: "Adaption ganz im Sinne des Hammer-Studios, in der das kriminalistische Element von einer auf Nervenkitzel angelegten Inszenierung überdeckt wird."

"Der Hund von Baskerville" ist der zweite Spielfilm der kleinen Reihe mit "Fantastischen Filmen" auf ARTE, die sich dem Grauenerregenden und Übernatürlichen widmen. Außerdem im Programm: "Katzenmenschen" von Jacques Tourneur aus dem Jahr 1942 und "Öffne die Augen" von Alejandro Amenábar aus dem Jahr 1997.

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