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Hector Berlioz

Theater, Musik und Tanz: Alter Ego Hector Berlioz

Released 2003
Directed by Pierre Dupouey

Dokumentation von Pierre Dupouey, arte, Frankreich 2003,

Hommage an Hector Berlioz, der im Dezember 2003 seinen 200. Geburtstag feiert: Das filmische Porträt basiert auf Tagebuchaufzeichnungen und Briefen des Komponisten und drückt seine Musik in eindringlichen Bildern aus. Die Oper "Orpheus und Eurydike" ist der nächste Teil des Hector Berlioz-Zyklus, am Mittwoch, den 26.11.03 um 21.40 Uhr.

Mit: Yann de Monterno - (Hector Berlioz), M. Assassi - (Hector Berlioz als junger Mann), Laure Favre-Kahn - (Camille Moke), Jacques Bosc - (Louis Berlioz), Tony Jaquot - (Lesueur), S. Matton - (Frau Berlioz), Ingrid Rouif - (Harriet Smithson), Gilles Fossier - (Horace Vernet), Roman Poniatowsky - (Estelle als junge Frau), Alix de Montal - (Estelle als erwachsene Frau), Nicolas Cardonna - (Franz Liszt), Claude Jocteur - (Nicolo Paganini), M. Dorval - (Achille Paganini), Pascal Lamargot - (Lelio), Michel Dalberto - (Cherubini)

Wenige französische Künstler waren so originell und gleichzeitig so faszinierend wie Hector Berlioz. Anhand von Tagebuchaufzeichnungen und Briefen hat Pierre Dupouey eine filmische Autobiografie geschaffen, in der die verschiedenen Etappen aus dem Leben des Komponisten geschildert werden. "Man hat über so viel Ungenaues und Falsches über mich veröffentlicht, dass mir die Idee kam, selbst niederzuschreiben, was an meinem arbeitsamen und bewegten Leben für Kunstliebhaber von Interesse sein könnte", sagte Berlioz. In der Dokumentation von Pierre Dupouey stellt sich der Musiker selbst mit der für ihn typischen Emphase, Ironie und vor allem Leidenschaft dar. Eine völlig subjektive Verfilmung aus der Ich-Perspektive: Die Kamera erzählt Berlioz' Sicht der Dinge. Vom Künstler selbst sieht man nur das, was er selbst sieht: Seine ins Bildfeld rückende Hand, sein Abbild in einem Spiegel, aber auch seine Erinnerungen an Jugend und Kindheit. Doch er bleibt stets mit dem Bild konfrontiert, das er von sich in den zeitgenössischen Fotografien sowie in den Karikaturen und Zeichnungen der Presse findet. Die verschiedenen Figuren, die Berlioz' Leben geprägt haben - sein Vater, seine Mutter, seine Liebschaften, seine Freunde und Bekannten, seine Kollegen - werden von Schauspielern verkörpert, die ihm durch das Kameraobjektiv gegenübertreten: Sie agieren nicht in realem Dekor, sondern auf einem grafischen, malerischen oder fotografischen Hintergrund. Natürlich sind auch Berlioz' musikalische Werke zu hören - das beste Zeugnis seiner sprühenden Persönlichkeit - mit langen Ausschnitten aus dem "Requiem" (Tuba Mirum), den "Sommernächten" (Der Geist der Rose), "Romeo und Julia", "Fausts Verdammnis", "Lelio", "Benvenuto Cellini" und der "Symphonie fantastique"..

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