zurück

Sergei Prokofjew

Verschlossene Heimat - Prokofjews sowjetisches Tagebuch 1927

Released 1999
Directed by Oliver Becker

Musica - Verschlossene Heimat - Prokofjews sowjetisches Tagebuch 1927, Dokumentation 1999

Mit Julian Jurin (Prokofjew), Xenia Rapaport (Lina Prokofjewa)

Nach rund 10-jährigem Exil kehrte Prokofjew erstmals 1927 nach Russland zurück. In der stalinistischen UdSSR bekam auch er bald den staatlichen Terror zu spüren. Der Komponistenverband hatte die Ästhetik des sozialistischen Realismus uneingeschränkt übernommen. Für einen kompromisslosen Komponisten wie Prokofjew war die mit vielen Hoffnungen verbundene Rückkehr in die Heimat der Beginn eines Leidenswegs. Darüber gibt sein gewissenhaft geführtes Tagebuch Auskunft, das erst 1989 aufgefunden wurde und die Grundlage zu diesem Film bildet.

Sergej Prokofjew lebte seit der russischen Revolution über ein Jahrzehnt in Paris, vorübergehend auch in Deutschland, Italien, Japan und Amerika. Seine "Klassische Sinfonie" (1917), die Oper "Die Liebe zu den drei Orangen" (1921), die frühen Sinfonien, Konzerte und Ballettmusiken sind phantasievolle Beispiele eines russisch gefärbten Neoklassizismus.

Oliver Beckers Film beginnt mit der Rückkehr Prokofjews nach Russland und lässt den Komponisten in seine Vergangenheit reisen.

zurück