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Mein blühendes Geheimnis
La flor di mi secreto

... Min.

Regie: Pedro Almodóvar
Drehbuch: Pedro Almodóvar
Musik: Alberto Iglesias
Kamera: Affonso Beato
Spanien/Frankreich 1995


Rolle:

Darsteller:

 

Leo Macias

Marisa Paredes

Angel

Juan Echanove

Paco

Imanol Arias

Betty

Carmen Elias

Rosa

Rossy de Palmar

Mutter

Chus Lampreave


Unter dem Pseudonym Amanda Gris hat Leo Macias viele kommerziell erfolgreiche Liebesromane veröffentlicht. Doch seit die Ehe mit ihrem Mann Paco kriselt, ist Leo nicht mehr in der Lage, optimistische Kitschgeschichten zu liefern. Sie trinkt und verfasst düstere Sozialkrimis, die bei ihrem nur am kommerziellen Erfolg interessierten Verleger einen Tobsuchtsanfall auslösen. Ihre Freundin Betty rät ihr, journalistisch zu arbeiten und vermittelt den Kontakt zu dem Literatur-Redakteur Angel. Angel ist ein Fan von Amanda Gris und fordert Leo auf, das letzte Buch der Kitschautorin zu besprechen, worauf Leo einen brutalen Verriss ihres eigenen Werks schreibt. Als Leo von ihrem Mann Paco verlassen wird, nimmt sie verzweifelt eine Überdosis Schlaftabletten. Doch als sie auf dem Anrufbeantworter einen Anruf ihrer Mutter hört, die über Alltägliches jammert, kommt sie wieder zur Besinnung. Beim Verlassen des Hauses gerät sie in einen Demonstrationszug und fällt in Angels Armen in Ohnmacht. Sie erwacht in seiner Wohnung und erfährt, dass sie im Schlaf die Identität der Trivialroman-Autorin Amanda Gris preisgegeben hat. Zu Hause erfährt Leo, dass ihre beste Freundin Betty eine Affäre mit ihrem Mann Paco hat, und verlässt Madrid, um sich in ihrem Heimatdorf bei ihrer Mutter zu erholen. Als sich ihr Verleger meldet und überaus begeistert über zwei neue Manuskripte ist, die sie ihm geschickt habe, fährt Leo zu Angel, der kleinlaut gesteht, dass er seinen Traum verwirklicht hat, Liebesromane im Stil von Amanda Gris zu schreiben. Zuletzt toasten Angel und Leo einander zu und küssen sich vor dem prasselnden Kaminfeuer - ein Happyend wie aus einem Amanda-Gris-Roman...

Der Spanier Pedro Almodovar zieht in "Mein blühendes Geheimnis" eine Zwischenbilanz seines Werks. Dabei wird das typische Almodovar-Personal - Drogensüchtige, Homosexuelle und Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs - auf faszinierende und spannende Weise in der süßlichen Kitschwelt von Liebesromanen gespiegelt. Mit pointierter Dramaturgie und virtuoser Personenführung schafft es Almodovar, dass Kitsch und Kunst in "Mein blühendes Geheimnis" keine Gegensätze mehr sind, sondern einander auf überraschende Weise gegenseitig befruchten.

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