zurück

Live flesh - Mit Haut und Haar
Came tremula

94 Min.

Regie: Pedro Almodóvar
Drehbuch: Pedro Almodóvar und Ray Loriga nach Ruth Rendell
Musik: Alberto Iglesias
Kamera: Affonso Beato
Spanien/Frankreich 1997


Rolle:

Darsteller:

 

David

Javier Bardem

Elena

Francesca Neri

Victor

Liberto Rabal

Clara

Angela Molina

Sancho

Jose Sancho

Isabel

Penelope Cruz

Dona Centro

Pilar Bardem

Busfahrer

Alex Angulo


Victor ist der Sohn einer Prostituierten, der in einem städtischen Linienbus zur Welt kam und von der Madrilener Stadtverwaltung einen Freifahrschein auf Lebenszeit erhalten hat. Vier Jahre muss er im Gefängnis verbringen, weil er den Polizisten David zum Krüppel geschossen hat. Bei einem Polizeieinsatz wollte David die Diplomatentochter Elena retten, die von Victor mit der Waffe bedroht wurde. Aus Dankbarkeit hat Elena ihren Retter geheiratet, doch ihre Ehe ist nicht glücklich. Der aus dem Gefängnis entlassene Victor nimmt wieder Kontakt mit Elena auf, die er noch immer liebt. Sie gibt ihm einen Job in dem von ihr geleiteten Kindergarten, David ist erzürnt, dass seine Frau ausgerechnet dem Mann Arbeit verschafft, der ihn zum Krüppel schoss. Victor kann David endlich klar machen, dass nicht er es war, der die Waffe damals abgefeuert hat Es war Davids betrunkener Kollege Sancho. Sancho wollte sich rächen, weil seine Frau Clara ihn mit David betrog. Als sich obendrein herausstellt, dass auch Victor nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis eine Beziehung mit Clara hatte, kommt es zu einer blutigen Auseinandersetzung...

"Live Flesh - Mit Haut und Haar" ist ein virtuos inszeniertes Melodram, das der große spanische Regisseur Pedro Almodovar ("Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs") nach Motiven des Romans "In blinder Panik" der bekannten Krimiautorin Ruth Rendell inszeniert hat. im Rahmen der bewegenden, über einen Zeitraum von zehn Jahren sich erstreckenden Geschichte bezieht Almodovar - erstmals in seinem Werk - auch politisch Stellung zur Franco-Ära. Der schrille Ton früherer Filme weicht dabei einer bewundernswerten Sorgfalt, mit der Almodovar das Innenleben seiner Figuren ausleuchtet und mit souveräner Leichtigkeit zwischen Pathos und Selbstironie changiert.

zurück