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Wiegenlied für eine Leiche
Hush Hush, Sweet Charlotte

134 Min.

Regie: Robert Aldrich
Drehbuch: Henry Farell und Lucas Heller nach einer Geschichte von Henry Farell
Musik: Frank DeVol
Kamera: Joseph Biroc
USA ,1964


Rolle:

Darsteller:

Charlotte Hollis

Bette Davis

Miriam Deering

Olivia de Havilland

Drew Bayliss

Joseph Cotton

Velma Cruther

Agnes Morehead

Harry Willis

Cecil Kellaway

Charlottes Vater

Victor Buono

Jewel Mayhew

Mary Astor

John Mayhew

Bruce Dern


Mit dem Gewehr in der Hand verteidigt die alternde Charlotte Hollis (Bette Davis) ihr Elternhaus in Louisiana, das einer neuen Straße weichen soll. Dabei verknüpfen sich für sie keine angenehmen Erinnerungen mit diesem Haus, in dem vor 37 Jahren ihr verheirateter Liebhaber bestialisch ermordet wurde. Den Mörder hat man nie gefunden. Die Mitbürger verdächtigen insgeheim Charlotte, während sie in ihrem verwirrten Geist glaubt, daß ihr John immer noch lebe. Als Charlottes Kusine Miriam Deering (Olivia de Havilland) aus Paris zu Besuch kommt, geschehen in dem altertümlichen Herrenhaus seltsame Dinge. Schatten geistern durch die Gänge, nachts spielt plötzlich ein Flügel, ein Mann ohne Kopf steht im Zimmer, und am Ende wird Charlottes treue Haushälterin Velma Cruther (Agnes Moorehead) getötet. Charlotte scheint jetzt endgültig dem Wahnsinn zu verfallen. Doch dann wird sie Zeugin eines aufschlußreichen Gesprächs zwischen Miriam und Charlottes Hausarzt Dr. Bayliss (Joseph Cotten) .

Der amerikanische Spielfilm "Wiegenlied für eine Leiche" (Hush Hush, Sweet Charlotte, 1964) erinnert in Inhalt und Stil an Robert Aldrichs früheren Film "Was geschah wirklich mit Baby Jane?" (What Ever Happened To Baby Jane?, 1962). In beiden Fällen wird die haßerfüllte Auseinandersetzung zwischen zwei alternden Frauen gezeigt, von denen mindestens eine am Rand des Wahnsinns dahindämmert. In beiden Fällen stand Hollywoods "große, alte Dame", Bette Davis (5. April 1908-6. Oktober 1989), im Mittelpunkt. Damals hieß ihre Partnerin Joan Crawford, hier ist es Olivia de Havilland. Und in beiden Filmen hat Aldrich seinen Protagonistinnen die Möglichkeit für "ganz großes Theater" gegeben, für ein schaurig-schönes Spiel der großen Gesten und Ausbrüche, der quälenden und selbstquälerischen Intensität.

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