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Das Leben der Mrs. Skeffington
Mr. Skeffington

120 Min.

Regie: Vincent Sherman
Drehbuch: Julius J. und Philip G. Epstein nach einem Roman von Mary Annette Beauchamp Russell
Musik: Franz Waxman
Kamera: Ernest Haller
USA ,1944


Rolle:

Darsteller:

 

Fanny Trellis

Bette Davis

Job Skeffingtone

Claude Rains

George Trellis

Walter Abel

Trippy Trellis

Richard Waring

Dr. Byles

George Coulouris

Fanny Junior

Marjorie Riordan

MacMahon

Robert Shayne

Jim Conderley

John Alexander

Ed Mossision

Jerome Cowan

Jonny Mitchell

Charles Drake

Manby

Dorothy Peterson


Die Gesellschaftsdame Fanny Trellis will ihren Bruder Trippy vor einem Unterschlagungsprozeß bewahren und heiratet seinen Chef, den Börsianer Job Skeffington. Verletzt wendet sich Trippy ab, doch auch ihre Ehe scheitert. Selbstsüchtig läßt sich Fanny weiter von Verehrern hofieren, bis ihr Älterwerden sie in eine tiefe Krise stürzt. Als sie nach vielen Jahren ihren aus dem KZ heimgekehrten Job wiedersieht, erkennt sie jedoch die wahre Liebe ihres Lebens. Bette Davis fand eine Glanzrolle in Vincent Shermans Edel-Melodram aus der kalten Welt einer narzißtischen Liebe.

Die New Yorker Gesellschaftsdame Fanny Trellis (Bette Davis) sorgt sich um ihren jüngeren Bruder. Trippy (Richard Waring) hat 24.000 Dollar wegen seiner Spielsucht unterschlagen. Um ihm einen Prozeß zu ersparen, flirtet die attraktive Fanny mit seinem Chef, dem Börsianer Job Skeffington (Claude Rains) und heiratet ihn kurzentschlossen - dies auch aus Berechnung wegen seines Vermögens. Trippy ist von Fannys ruchlosem Handeln so verletzt, daß er sich am Vorabend des Ersten Weltkriegs als Freiwilliger an die europäische Front begibt und wenig später fällt. Doch auch Fannys Ehe steht unter keinem guten Stern. Der gutmütige Job und Fannys Vertrauter, ihr Cousin George (Walter Abel), sehen ratlos zu, wie Fanny sich auch nach der Geburt ihrer Tochter Fanny jr. von ihren vielen Verehrern hofieren läßt. Nach der Scheidung überläßt sie dem vereinsamten Job ihre Tochter und bricht den Kontakt zu ihnen ab. Sie amüsiert sich mit dem Schmuggel-König MacMahon (Robert Shayne) sowie diversen Geschäftsleuten. Im Laufe der Jahre beginnt jedoch ihre Schönheit zu verblassen und hinterläßt in ihr eine große Leere. Deshalb reagiert sie besonders eifersüchtig auf ihre plötzlich als junge Dame vor ihr stehende Tochter Fanny jr. (Marjorie Riordan), die in Fannys abwehrenden Gesten spürt, daß ihre Mutter sie nur als Rivalin sieht. Wenig später erkrankt Fanny an Diphtherie und verliert endgültig ihre frühere Attraktivität. Trotzig lädt sie dennoch ihre früheren Verehrer zum Wiedersehen ein, doch die Dinner-Party gerät zu einem tragischen Ereignis. Ihr alter Freund George kündigt Fanny einen weiteren Besucher aus der Vergangenheit an: Job. Er entkam als Jude gerade noch dem KZ und verlor sein gesamtes Vermögen. George bittet Fanny, ihm zu helfen. Fanny sträubt sich aus Eitelkeit und Angst. Als ihr jedoch der erblindete Job ein selbstloses Liebesgeständnis macht, erkennt sie den Irrtum ihres Lebens.

Bette Davis verkörpert mit außerordentlicher Wandlungsfähigkeit den Kreuzweg eines alternden Society-Girls in Vincent Shermans packendem Edel-Melodram über den kalten Glanz der Schönheit und der narzißtischen Lebensfreude.

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