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Reise aus der Vergangenheit
Now, voyager

115 Min.

Regie: Irving Rapper
Drehbuch: Casey Robinson nach einem Roman von Olive Higgings Prouty
Musik: Max Steiner
Kamera: Sol Polito
USA ,1942


Rolle:

Darsteller:

 

Charlotte Vale

Bette Davis

Jerry Durrance

Paul Henreid

Dr. Jaquith

Claude Rains

Mrs. Henry Vale

Gladys Cooper

June Vale

Bonita Granville

Lisa Vale

Ilka Chase

Elliot Livingston

John Loder

Tina Durrance

Janice Wilson

Deb McIntyre

Lee Patrick

Mr. Thompson

Franklin Pangborn


Charlotte Vale fühlt sich von ihrer hartherzigen Mutter abgelehnt und ist deswegen zu einer neurotischen Jungfer geworden. Bei dem einfühlsamen Psychiater Dr. Jaquith findet sie neue Lebensfreude. Auf einer Kreuzfahrt verliebt sich Charlotte hoffnungslos in den charmanten, aber unglücklich verheirateten Architekten Jerry Durrance. Als sie heimkommt, beginnen erneut die Streitereien mit ihrer Mutter. Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt Charlotte erschöpft zu Dr. Jaquith zurück. Die wandlungsfähige und ausdrucksvolle Darstellung von Bette Davis verleiht Irving Rappers Edel-Melodram Spannung.

Charlotte (Bette Davis) ist die älteste Tochter der reichen Bostoner Witwe Mrs. Henry Vale (Gladys Cooper). Sie wurde von ihrer hartherzigen Mutter stets abgelehnt und herumkommandiert und ist darüber zu einer neurotischen alten Jungfer geworden. Ihre Schwester June (Bonita Granville) will der unglücklichen Charlotte helfen. Sie schickt sie zu dem renommierten New Yorker Psychiater Dr. Jaquith (Claude Rains). In dessen Sanatorium findet Charlotte allmählich ihr Selbstbewußtsein und ihre Lebensfreude wieder. Nach ihrer Entlassung ist sie wie verwandelt und tritt als mondäne Schönheit eine Kreuzfahrtreise an. An Bord verliebt sie sich hoffnungslos in den charmanten, unglücklich verheirateten Architekten Jerry Durrance (Paul Henreid). Nach einem halben Jahr kehrt sie wieder nach Hause zurück, doch ihre Mutter reagiert verbittert auf Charlottes demonstratives Selbstbewußtsein. Bald fühlt sie sich erneut in den Zwängen gefangen, denen sie gerade entkommen war. Nach einem heftigen Streit erleidet Mrs. Vale einen Herzinfarkt. Charlotte gibt sich die Schuld dafür. Erschöpft kehrt sie in Dr. Jaquiths Sanatorium zurück, wo sie sich erholt. Sie freundet sich mit dem verstörten Mädchen Tina (Janice Wilson) an und erfährt zu ihrer großen Überraschung, daß Tina die Tochter ihrer großen Liebe Jerry ist. Charlotte träumt davon, mit ihm nun doch noch eine glückliche Familie zu gründen, aber es kommt ganz anders.

"Ich mußte um jeden meiner besten Filme kämpfen, und als ich diesen hier schließlich bekam, war ich ständig auf der Hut, die Qualität des Buches so zu erhalten, wie es von Olive Higgings Prouty geschrieben worden war," erinnert sich Bette Davis. Durch ihre außerordentliche Wandlungsfähigkeit vom häßlichen Entlein bis zur mondänen und kämpferischen Frau erweckte sie die märchenhafte Figur der Charlotte überzeugend zum Leben. Das exquisite Melodram "Reise aus der Vergangenheit" wurde zu ihrem populärsten Film in den 40er Jahren. Max Steiner erhielt für seine Filmmusik einen Oscar.

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