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Die 39 Stufen
The 39 Steps

81 Min.

Regie: Alfred Hitchcock;
Drehbuch: Charles Bennet und Alma Reville nach dem Roman von John Buchan
Musik: Louis Levy
Kamera: Bernard Knowles
GB, 1935


Rolle:

Darsteller:

 

Pamela

Madeleine Carroll

Richard Hannay

Robert Donat

Miss Smith / Annabella

Lucie Mannheim

Jordan

Godfrey Teade

Margaret

Peggy Ashcrof

John

John Laurie


Richard Hannay, ein junger Kanadier auf Urlaub in London, macht die Bekanntschaft einer attraktiven Agentin, die von einem ausländischen Geheimdienst verfolgt wird. Als sie in seiner Wohnung ermordet wird, übernimmt er ihre Mission und geht nach Schottland, um zu verhindern, daß wichtige Verteidigungsgeheimnisse außer Landes gehen. Dabei wird er jedoch von der Polizei verfolgt, die ihn für den Mörder hält, und von dem Spionagering, dem er das Handwerk legen will. Unwiderruflich in die Affäre verstrickt, muß er eine Reihe von Abenteuern bestehen, bevor es ihm gelingt, die Verwicklungen aufzudecken.

DIE 39 STUFEN ist Hitchcocks wohl bekanntester englischer Film und einer seiner populärsten überhaupt. Erstmals konnte Hitchcock mit diesem Agenten-Thriller auch in den USA beachtliche Aufmerksamkeit erregen. Eine fesselnde Spionagegeschichte, die sich gleichzeitig zeitloser Themen wie Vertrauen und Verrat, Wahrheit und Lüge, Maskerade und Verkleidung usw. annimmt und daher auch fast 65 Jahre nach ihrer Erstausstrahlung bei Publikum und Kritik nichts an Beliebtheit eingebüßt hat.

Das Drehbuch zu DIE 39 STUFEN beruht auf dem gleichnamigen Roman des Schotten John Buchan (1874-1940). Wesentliche Teile wurden verändert und einige Szenen hinzugefügt. Richard Hannay, dargestellt von Robert Donat, wurde zum Prototyp des Hitchcock’schen Helden. Ein sympathischer, unbedarfter Bürger, der sich unversehens und unverschuldet in Umstände verstrickt sieht, die er zunächst nicht versteht, um sie dann aber - im Fortgang der Ereignisse - mit Mut, Aufrichtigkeit und Entschlossenheit zu bewältigen.

Ohne Rücksicht auf Plausibilität legte es Hitchcock in seinem achtzehnten Film vor allem auf die Schnelligkeit der Übergänge an. Sein Held sah sich permanent unglaublichen Zufällen und unwahrscheinlichen Begebenheiten ausgesetzt. Wichtig war nicht, was Hannay eigentlich zu erreichen versuchte, sondern wie er es tat und in welcher Beziehung er dabei zu den anderen Beteiligten der Geschichte stand. "Man muß eine Idee auf die andere folgen lassen und dabei alles der Schnelligkeit opfern," rechtfertigte sich Hitchcock dazu. "Die Wahrscheinlichkeit interessiert mich nicht. Ein Kritiker, der mir etwas von Wahrscheinlichkeit erzählt, hat keine Phantasie."

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