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Sklavin des Herzens
Under Capricorn

113 Min.

Regie: Alfred Hitchcock;
Drehbuch: James Bridie nach dem Theaterstück von John Colton und Margaret Linden nach einem Roman von Helen Simpson
Musik: Richard Addinsell
Kamera: Jack Cardiff
USA, 1948


 

Rolle:

Darsteller:

 

Sam Flusky

Joseph Cotten

Lady Henrietta Flusky

Ingrid Bergman

Charles Adare

Michael Wilding

Milly

Margaret Leighton

Governor

Cecil Parker

Corrigan

Denis O'Dea


Australien 1835. Charles Adare (Michael Wilding), ein Verwandter des neuen britischen Gouverneurs, ist erschüttert, als er nach Jahrzehnten seine Kusine Henrietta (Ingrid Bergman) wiedersieht. Henrietta ist dem Alkohol verfallen, ihre Ehe mit Sam Flusky (Joseph Cotten), einst eine skandalumwitterte Liebesheirat, scheint zerrüttet. Während der nächsten Wochen versucht Charles, Henrietta aufzuheitern und ihr Selbstvertrauen zu geben. Dabei verliebt er sich in die attraktive und sympathische Frau. Bei einem Ball des Gouverneurs kommt es durch Sam Fluskys Schuld zu einem Skandal. Im Verlauf der Auseinandersetzungen wird Charles von Henriettas Ehemann Sam verletzt. Sam, der als ehemaliger Sträfling nur zur Bewährung in Freiheit lebt, soll nun wieder verhaftet werden. Da gesteht Henrietta, dass ihr Mann damals für ein Verbrechen, das sie selbst begangen hatte, die Schuld auf sich nahm.

"Under Capricorn" (so der Originaltitel) war nach heutigen Maßstäben ein Flop: Hitchcock, der mit Ingrid Bergman den damals größten amerikanischen Star verpflichtet hatte, musste alle Rechte an die Geld gebenden Banken verkaufen und verlor dennoch Unsummen. Gleichwohl stellt der Film einen wichtigen Schritt in Hitchcocks Schaffen dar: Nach "Cocktail" für ein Leiche war dies der zweite Film, den Hitchcock auch selbst produzierte - umso tragischer der Misserfolg im ungewohnten Genre. Vom Vorgängerfilm übernahm Hitchcock die Technik der langen, fließenden Kamera-Einstellungen. Doch so wurde nur noch deutlicher, wie wenig dieser Film auf die Art von Spannung setzt, die sich aus der Handlung ergibt. Hier stehen statt dessen die unterschiedlichen Figuren in höchst gespanntem Verhältnis zueinander.

Rekonstruierte Fassung: Etwa vier fehlende Minuten sind nun, deutsch untertitelt, wieder zu sehen.

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