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Filmmusik: Bernard Herrmann

Ein Film von Joshua Waletzky

1956 begann mit der schwarzen Krimikomödie "Immer Ärger mit Harry" die Zusammenarbeit zwischen Alfred Hitchcock und dem Komponisten Bernard Herrmann (1911 - 1975). Zwei Perfektionisten taten sich da zusammen, beide gefürchtet und autokratisch. Herrmanns Kompositionen interpretierten Hitchcocks Intentionen kongenial in neun Filmen - darunter "Der unsichtbare Dritte", "Psycho" und "Vertigo" -, bis Streitereien bei "Marnie" zum Bruch führten. In der Vor-Hitchcock-Ära hatte er mit dem Kinomagier Orson Welles in "Citizen Kane" und "Der Glanz des Hauses Amberson" zusammengearbeitet. Für die Musik zu William Dieterles bedeutender Faust-Variation "Der Teufel und Daniel Webster" gewann er 1941 den Oscar und besiegte sich damit selbst - er war auch für "Citizen Kane" nominiert. Herrmanns größte Filme nach Hitchcock waren u. a. die beiden Truffaut-Meisterwerke "Fahrenheit 451" und "Die Braut trug schwarz", die beiden Brian-de-Palma-Thriller in der Nachfolge des "Meisters" "Die Schwestern des Bösen" und "Schwarzer Engel" (oscarnominiert) und Martin Scorseses "Taxi Driver" kurz vor seinem Tod.

In seiner Dokumentation zeichnet Joshua Waletzky mit einer Fülle von Beispielen das Porträt eines genialen Komponisten und faszinierenden Menschen.

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