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Riffpiraten
Jamaica Inn

98 Min.

Regie: Alfred Hitchcock;
Drehbuch: Sidney Gilliat und Joan Harrison nach dem Roman von Daphne du Maurier
Musik: Eric Fenby
Kamera: Henry Stradling und Bernard Knowles
GB, 1939


Rolle:

Darsteller:

 

Mary

Maureen O'Hara

Sir Humphrey Pengaltan

Charles Laughton

Chadwick

Horace Hodges

Joss Merlyn

Leslie Banks

Mrs. Merlyn

Marie Ney


Wir befinden uns am Ende des 18. Jahrhunderts. Die junge Irin Mary ist verwaist und beschließt, bei ihrer Tante Patience zu leben, die in Cornwall mit ihrem Mann Joss zusammen eine Herberge, das "Jamaica Inn", besitzt. Schnell zeichnet sich ab, daß der Onkel Anführer einer Bande von Piraten ist, die an der Küste Schiffe ins Riff fehlleiten und anschließend überfallen. Gedeckt wird das Ganze von Sir Humphrey Pengallan, dem ehrenwerten Friedensrichter des Bezirks. Mit Hilfe des Polizeiagenten Traherne gelingt es der Nichte, den Strandräubern, aber auch Tante und Onkel das Handwerk zu legen. Sir Pengallan wird wahnsinnig und stürzt sich in den Tod.

RIFF-PIRATEN war Hitchcocks letzter englischer Film. Der Produzent seines ersten Films IRRGARTEN DER LEIDENSCHAFTEN (THE PLEASURE GARDEN) hatte ihn zu diesem Projekt überredet. Für den Mit-Produzenten Charles Laughton war eine Paraderolle vorgesehen. Der Film wurde ein kommerzieller Erfolg, obwohl sich die Kritiker einig waren, daß es sich um eine simple Wer-ist-der-Täter-Story handelte. Bei den Dreharbeiten war Alfred Hitchcock in Gedanken schon mit seiner bevorstehenden Abreise in die USA beschäftigt. Zwei Themen ziehen sich durch RIFF-PIRATEN, die Hitchcock später wieder aufgreifen und verarbeiten sollte: der Wahnsinn in Gestalt des Friedensrichters mit schizophrenen Zügen, sowie die Rettung einer menschlichen Seele, wie sie bei Onkel Joss geschieht. Am Ende doch geläutert, opfert er sich für das Leben seiner Nichte.

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