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Marnie Regie: Alfred Hitchcock;
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Rolle: |
Darsteller: |
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Marnie |
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Mark Rutland |
Sean Connery |
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Sidney Strutt |
Martin Gabel |
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Lil Mainwaring |
Diane Baker |
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Bernice Edgar |
Louise Latham |
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Cousin Bob |
Bob Sweeney |
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Mr. Rutland |
Alan Napier |
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Aber die Ehe steht unter keinem guten Stern. Auf dem alten Familienbesitz der Rutlands wird Marnie mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Zwar begegnet ihr Marks Vater freundlich, aber Lil, die Schwester von Marks verstorbener Frau, sieht ihre eigenen Heiratspläne mit Mark durchkreuzt, und Vetter Bob, Teilhaber der Firma, versteht die firmenpolitische Torheit Marks nicht. Mark und Marnie spielen das glückliche Paar, in Wirklichkeit schreckt die junge Frau aber vor jeder körperlichen Berührung zurück. Als Mark während der Hochzeitsreise seiner Frau gegenüber gewalttätig wird, versucht sie, sich das Leben zu nehmen. Zurück auf dem Landsitz bewegen Marnies anhaltende Alpträume, ihre krankhafte Angst vor Gewittern und der Farbe Rot und ihre Weigerung, wegen ihrer Kleptomanie und ihrer Psychosen einen Psychiater aufzusuchen, Mark schließlich dazu, heimlich Nachforschungen über ihre Familie anzustellen. Lil versucht unterdessen, Marnie zu kompromittieren, indem sie Marks Geschäftsfreund Strutt einlädt, der in Marnie die Frau erkennt, die ihm - und drei weiteren Firmen - mehrere tausend Dollar gestohlen hat. Mark kann einen Skandal verhindern. Aber als Marnie nach einem Sturz ihr geliebtes Pferd erschießen muß, versucht sie wieder, Mark zu bestehlen und zu fliehen. Mark bringt seine Frau nach Baltimore zu ihrer Mutter, wo Marnie schließlich mit dem schrecklichen Kindheitserlebnis konfrontiert wird, das in einer Gewitternacht vor vielen Jahren ein schweres Trauma ausgelöst hat. Für seine Charakterstudie einer Kleptomanin und die Geschichte einer fetischistischen Liebe holte Hitchcock neben Sean Connery, der als James Bond mit den beiden Filmen "Dr. No" und "Liebesgrüße aus Moskau" bereits ein internationaler Star war, noch einmal Tippi Hedren vor die Kamera, die er ein Jahr zuvor mit "Die Vögel" bekannt gemacht hatte. Der Regisseur hatte das Fotomodell in einem Werbespot für ein Diätmittel gesehen und sofort unter Vertrag genommen. Die quälenden Dreharbeiten für den letzten großen Angriff der Vögel, die mit dem Zusammenbruch der Schauspielerin endeten, beschrieb Tippi Hedren später als "die schrecklichste Woche meines Lebens". Das angespannte Verhältnis von Hitchcock zu seiner Darstellerin belastete auch die Arbeit an "Marnie". Gegen Ende der Dreharbeiten soll der Regisseur gar nicht mehr mit ihr gesprochen haben. Ihre Glanzleistungen bei Hitchcock blieben der Höhepunkt von Tippi Hedrens Karriere. Charles Chaplin drehte 1967 mit ihr, Sophia Loren und Marlon Brando "Die Gräfin von Hongkong". Gemeinsam mit ihrer Tochter Melanie Griffith stand sie 1981 (unter der Regie ihres damaligen Mannes Noel Marshall) für das Dokudrama "Roar - Ein Abenteuer" und 1990 für den Thriller "Fremde Schatten" vor der Kamera. Neben verschiedenen TV-Projekten steckte sie in den 80er und 90er Jahren die meiste Arbeit in die "Shambala Foundation" in Kalifornien, einer Art Altersheim für Tier-Darsteller. Filmkritiken Dirk Jasper (CyberKino): Nach seinen an Schockeffekten reichen Thrillern Psycho (1960) und Die Vögel (1962) kehrte Hitchcock mit diesem "psychoanalytisch" getönten Film zu einer eher verhaltenen, nahezu betulichen Inszenierungsweise zurück. Auffallend ist die eisige, streng kalkulierte Erzähltechnik, die den Zuschauer in die Bewusstseinswelt der Heldin hineinführt, ihn aber zugleich zum distanzierten Zeugen (und zu Marks Komplizen) macht. Der ungewöhnlich besetzte Film gehört zu den besten, unverändert attraktiven Thrillern Hitchcocks. Bemerkungen "Wir sind alle so oder so pervers": Nach diesem Motto ließ sich Alfred Hitchock in den frühen sechziger Jahren für den Roman 'Marnie' von Winston Graham begeistern, aus dem in der Folge der gleichnamige Film entstand. Abgewandelt wird darin einmal mehr das Lieblingsthema des Regisseurs: der Identitätsverlust eines Menschen und die Gefahr, die daraus für ihn und seine Umwelt erwächst. Als Hauptdarstellerin hätte er sich gerne Grace Kelly geholt, die damals schon Fürstin von Monaco war, aber eine Rolle unter Hitchcock durchaus akzeptiert hätte. In Monaco allerdings war man der Meinung, dass die Rolle einer Diebin einer Landesfürstin ganz und gar nicht angemessen sei. So kam das blonde Fotomodell Nathalie (Tippi) Hedren zu ihrer Kinorolle sollte. Ihr Partner war Sean Connery, damals als aktueller James Bond ein ebenso gefeierter wie gefragter Mann. Das filmische Ergebnis hält bis heute die Hitchcock-Freunde in zwei Lager gespalten: Während die einen in 'Marnie' einen geschwätzigen Film ohne echte Spannung sahen, definierten ihn die andern zum mutigen, weil unkonventionellen Meisterwerk. |
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