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Faszination Liebe

Ein Film von Lennart Nilsson

Sein Bild vom daumenlutschenden Embryo ging nicht nur um die Welt, sondern als Botschaft der Menschheit per Voyager-Sonde auch in die Tiefe des Weltalls. Der schwedische Fotograf und Filmemacher Lennart Nilsson ist einer der berühmtesten Wissenschaftsjournalisten der Welt, Ehrendoktor der Medizin des renommierten Karolinska Instituts in Stockholm. Mit seiner außergewöhnlichen Bildsprache erklärt Nilsson die faszinierenden Vorgänge des menschlichen Körpers. Eigens dafür, in Zusammenarbeit mit internationalen Firmen, entwickelte Spezialgeräte, Endoskopkameras, winzige Linsen oder besonders lichtstarke Objektive machen Nilssons filmische Reise durch den menschlichen Körper erst möglich und seine Bilder damit einzigartig. In seinem neuesten Projekt "Faszination Liebe" dokumentiert Nilsson die abenteuerliche Entstehung eines Menschen. Sie beginnt mit dem aufregenden Wettlauf von 500 Millionen Samenzellen und dem Kampf um die Eizelle der Frau, bei dem nur einer, der Beste, gewinnt. Was danach beginnt, ist die faszinierende Entwicklung eines menschlichen Embryos, mikroskopisch genau eingefangen von den Kameras des schwedischen Expertenteams. Wie kann aus einer einzigen Eizelle ein solch differenziertes Lebewesen wie ein Mensch entstehen? Auf welches Signal hin suchen plötzlich bestimmte Zellen den Kontakt zueinander, um sich zu verbinden? Wie entwickeln sich Fettzellen, Energiespeicher des Organismus, oder Bindegewebszellen, etwa für die Wundheilung? Wie wissen die Zellen, dass es ihre Aufgabe ist, Blutgefäße zu bilden, andere wiederum die inneren Organe oder das Knochengerüst? In einzigartigen Aufnahmen dokumentiert "Faszination Liebe" diese hochspannenden Vorgänge, wie zum Beispiel die Bildung von Körperzellen. Ein Wunder der Natur, denn noch immer ist für Wissenschaftler weitgehend unklar, wie aus einer Eizelle so viele unterschiedliche, spezialisierte Zellen werden. Ein Elektronen- rastermikroskop erlaubte bis zu 500000-fache Vergrößerungen. Winzige Linsen mit einem Durchmesser von 0,8 mm und extrem lichtstarke Objektive gehören ebenso zur filmischen High-Tech-Ausstattung von Nilsson. In 2000-facher Vergrößerung lässt Nilsson den Zuschauer teilhaben an einem dramatischen Teil unserer Entstehung, dem sogenannten ersten "Schlüpfen" des Menschen - ein Vorgang, der noch nie zuvor in seiner Gesamtheit aufgezeichnet wurde - bis hin zur Geburt eines Babys.

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