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Geheimmission in Sachen Tee

Ein Film von Diane Perelsztejn

Geheimmission in Sachen Tee ist die spannende Geschichte des britischen Botanikers Robert Fortune, der den Chinesen das Geheimnis des Tees raubte. Sein Erfolg markierte den Beginn einer neuen Ära; der Tee startete seinen weltweiten Eroberungszug. Im 19. Jahrhundert war Ausländern das Betreten der chinesischen Provinz untersagt. Robert Fortune musste also heimlich und unter Lebensgefahr durch das Landesinnere reisen. Es gelang ihm, als chinesischer Kaufmann verkleidet an die Orte des Teeanbaus und der Teeherstellung vorzudringen und die besten Produktionstechniken "abzuschauen". Auf diese Weise erhielt der Westen Einblick in ein Wissen, das 5000 Jahre lang wie ein Schatz gehütet worden war. Nach drei Jahren harter Arbeit zog Fortune 1851 mit einer Ausbeute von 20.000 Pflanzen nach Indien, wo sein Auftraggeber, die ostindische Compagnie, ihren Sitz hatte. 8 Chinesen, die ihre Kenntnisse über Teemischung und -zubereitung weitergeben sollten, begleiteten ihn. Fortune blieb einige Monate in Indien und überwachte den Anbau seiner Teepflanzen im Himalaja-Vorgebirge. Er war der Wegbereiter eines intensiven Teeanbaus, der sich zunächst in Indien ausbreitete und sich später in der ganzen Welt zu einem florierenden Industriezweig entwickelte. Durch seine erfolgreiche Spionagemission wurde Robert Fortune zur Schlüsselfigur im "ertragreichsten Raub der Menschheitsgeschichte".

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