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Krokodile - Echsen von Format

Ein Film von Susan Western und Karen Bass

Schon seit 150 Millionen Jahren gibt es Krokodile. Die 20 Arten dieser Reptilien sind die letzten großen Echsen aus der Zeit der Dinosaurier. Lange Zeit galten die Giganten als hirnlose Fressmaschinen, doch neueste Forschungen zeigen, dass die Panzerechsen keineswegs "egoistische Einzelgänger", sondern soziale Tiere sind und selbst Beute überraschend "zivilisiert" untereinander aufteilen. Lautäußerungen sind bei der Kommunikation besonders wichtig. Auch bei der Paarung helfen Töne: So locken Männchen ihre Partnerinnen mit weittragendem Grunzen und Bellen selbst aus weit entfernten Revieren herbei. Das intensivste Band besteht bei den Krokodilen zwischen einer Mutter und ihrem Nachwuchs. Das Weibchen trägt ihre Kleinen nach dem Schlupf nicht nur ins sichere Gewässer, sondern unternimmt mit ihnen während der nahrungsarmen Trockenzeit weite Nachtwanderungen über Land, damit der Nachwuchs satt wird. Einzelne Mütter adoptieren dabei sogar den Nachwuchs anderer Weibchen, damit diese in noch weiter entfernte Gewässer weiterziehen können und den Jungkrokodilen keine Nahrung streitig machen. In dieser Zeit des Mangels verlassen die "Echsen mit Format" sogar ihr angestammtes Element, um mit dem "König der Tiere", dem Löwen, um ein Stück Aas zu kämpfen. Auch dabei zeigt sich: Krokodile sind alles andere als stupide Wegelagerer. Sie verfügen vielmehr über ein Repertoire höchst effektiver Verhaltensmuster, die ihnen seit Jahrmillionen das Überleben sichern.

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