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Reisewege Jordanien (1) - Auf versunkenen Karawanenstraßen

Ein Film von Susanne Müller-Hanpft und Martin Bosboom

Jordanien ist ein Land der Kontraste, eine moderne, dynamische, junge Nation, das haschemitische Königreich, und ein traditionsbewußter Wüstenstaat mit jahrtausendealten Kulturlandschaften.

Die erste Folge unserer Reisewege Jordanien beginnt im Wadi Ram, einer grandiosen roten Wüste, eingefaßt von bizarren Felsformationen. In der Antike verlief hier die legendäre Weihrauchstraße, einer der wichtigsten Handelswege zwischen Orient und Okzident.

Nomaden aus dem Innern der arabischen Halbinsel waren in das Gebiet des heutigen Jordanien eingewandert und kontrollierten die wichtigsten Karawanenstraßen: das Volk der Nabatäer. Die Nabatäer richteten Wachposten, Futterplätze und Herbergen ein. Sie kannten Quellen und Oasen und machten sich unentbehrlich. Sie handelten mit den hellenistischen Herrschern und mit römischen Seefahrern. Sie wurden reich und erbauten eine prachtvolle Hauptstadt, verborgen in schroffen Felsen: Petra. 600 Jahre lang war das antike Petra völlig von der Welt vergessen, bis es im 19. Jahrhundert wieder entdeckt wurde.180 monumentale Gräber fand man in der roten Felsenstadt bisher.

Die Nabatäer waren auch hervorragende Wasserbauingenieure, sie bauten Kanäle und Zisternen und waren fähig, ganze Städte mit Wasserleitungen zu versorgen. Diese Fähigkeit kam ihnen besonders in jenen Siedlungen zugute, die sie in steiniges Wüstengebiet bauten, wie die schwarze Basaltstadt Umm el Jimmal: das heißt Mutter der Kamele. Die Stadt wurde in der Antike als Karawanenstützpunkt gebaut und befestigt. Auf den Spuren der alten Karawanenstraßen führen unsere Reisewege nach Aqaba am Roten Meer, nach Salt, die osmanische Hauptstadt bis 1918, und nach Amman, die vitale junge Hauptstadt mit mehr als drei Millionen Einwohnern.

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