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Das Dorf der Verdammten
Village of the damned

74 Min.

Regie: Wolf Rilla
Drehbuch: Stirling Silliphant
Musik: Ron Goodwin
Kamera: Geoffrey Faithfull
GB, 1959


Rolle:

Darsteller:

Dr. Gordon Zellaby

George Sanders

Anthea Zellaby

Barbara Shelley

David Zellaby

Martin Stephens

Major Alan Bernard

Michael Gwynn

Dr. Willers

Laurence Naismith

General Leighton

John Phillips

Sir Edgar Hargraves

Richard Vernon

Mr. Harrington

Richard Warner

Mrs. Harrington

Jenny Laird

Polizist Gobbey

Peter Vaughan


Professor Gordon Zellaby lebt mit seiner Frau Anthea in einem englischen Dorf, das eines Tages von einem unheimlichen Geschehen heimgesucht wird, Alle Bewohner des Ortes und auch die Tiere brechen plötzlich zusammen und sind stundenlang bewusstlos, ohne dass es eine erkennbare Ursache dafür gibt. Als sie wieder zu sich kommen, weiß keiner von ihnen, was passiert ist.

Bald darauf stellt sich heraus, dass alle gebärfähigen Frauen des Dorfes schwanger sind. Die Frauen - Anthea Zellaby gehört zu ihnen - bringen zur gleichen Zeit zwölf Kinder zur Welt, die sich ungewöhnlich schnell entwickeln. Alle haben sie die gleichen sonderbaren Augen. Gordon Zellaby ist fasziniert von der frappierenden Intelligenz, die sein Sohn David schon früh an den Tag legt. David wird der Anführer der Kinder, die offenbar imstande sind, Gedanken zu lesen. Auch sonst verfügen sie über übernatürliche Fähigkeiten, die sie rücksichtslos anwenden. Offensichtlich macht es ihnen überhaupt nichts aus, Menschen, die ihnen missfallen, in den Tod zu treiben. Alarmiert von ähnlich irritierenden Vorgängen in anderen Teilen der Welt erwägt man, die Kinder zu internieren. Professor Zellaby erreicht, dass man ihm die zwölf für ein Jahr zur Beobachtung anvertraut. Es ist eine Zeit wachsendes Schreckens, in der Zellaby verzweifelt nach einer Möglichkeit sucht, den ausgeprägten Willen zum Bösen bei den völlig gefühllosen Kindern zu brechen...

Wolf Rilla inszenierte den Film nach dem Roman "The Midwich Cuckoos" (zu deutsch: "Es geschah am Tage X"). Der britische Science-Fiction Autor John Wyndham (ein Pseudonym für den 1903 geborenen John B. Harris) vereinte hier Mythen bekannter Kulturreligionen und utopischphilosophische Grundideen. Rilla verzichtet bei seiner Kino-Adaption auf grobe Effekte und technische Spekulationen zugunsten einer dichten, atmosphärischen Schilderung.

Die Bedrohung durch die Kinder als eine Art Voraustrupp außerirdischer Invasoren erscheint besonders unheimlich, weil sie unfassbar ist; weil sie verunsichert, anstatt zu schockieren. Rilla hat diese Möglichkeiten des Stoffes durch eine betont unauffällige Inszenierung ausgespielt, in der der Alltag friedlicher Bürger behutsam, Stück für Stück zerstört wird.

Wolf Rillas beklemmender Science-Fiction-Film ist längst ein Klassiker. Mit subtilen Mitteln schürt er die Spannung, die Story ist intelligent aufgezogen und die Darsteller über Genredurchschnitt. Dies ist um so beachtlicher, als zur Entstehungszeit des Films Science-Fiction-Streifen in aller Regel strohdumme B-Filme waren. Die zeitgenössische Kritik wußte es nicht immer zu würdigen; der katholische "film- dienst" fand das Werk "schlechthin widerlich". Inwischen hat "Das Dorf der Verdammten" jedoch auch dort seine Rehabilitation erfahren. Im Lexikon des Internationalen Films, das auf "film-dienst"-Kritiken basiert, heißt es: "Suggestiv inszeniertes phantastisches Kino."

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