zurück

Der Schrecken vom Amazonas
Creature from the Black Lagoon

80 Min.

Regie: Jack Arnold
Drehbuch: Harry Essex
Musik: Hans. J. Salter
Kamera: William E. Snyder
USA ,1954


Rolle:

Darsteller:

 

Das Ungeheuer im Wasser

Ricou Browning

Das Ungeheuer an Land

Ben Chapman

David Reed

Richard Carlson

Kay Lawrence

Julia Adas

Mark Williams

Richard Denning

Professor Maia

Antonio Moreno

Lucas

Nestor Paiva

Dr. Edwin Thompson

Whit Bissell


Der Schrecken vom Amazonas" (1954) beginnt mit der Schöpfungsgeschichte, Fußspuren aus dem Meer verweisen auf die Herkunft des Menschen und auf eine evolutionäre Abspaltung des Ungeheuers. Eine Gruppe von Forschern befindet sich auf einer Expedition am Amazonas. Man entdeckt eine versteinerte Krallenhand und findet auf der Suche nach dem Skelett des mysteriösen, vorzeitlichen Wesens einen lebenden Beweis: einen Kiemenmann, der eine auffällige Vorliebe für die einzige Frau im Forscherteam entwickelt. Er wird gejagt, entgeht in verzweifelter Gegenwehr allen Angriffen und Fallen der Wissenschaftler, tötet dabei fünf Menschen und sinkt am Ende schwer verletzt in die Tiefe der Schwarzen Lagune.

"The Creature" blieb auch das einzige Ungeheuer der Dekade, das die Nachfolge klassischer Horrorfiguren wie "Dracula", "Frankenstein's Monster", "The Invisible Man", "The Mummy" oder "The Wolf Man" antreten konnte, mit denen sich Universal Picture in den 30er und 40er Jahren erfolgreich als Serienspezialist für Horror-B-Filme etabliert hatte. "

"Der seltsame Kiemenmensch wirkt wie ein heimatloser Überlebender aus einem verlorenen Paradies. Ein Archetyp, über dessen Herkunft sich die Wissenschaftler den Kopf zerbrechen, ohne sein Geheimnis zu lüften: denn der Kiemenmensch ist eine Traumfigur.
Es geht um die Beziehungen zwischen der Realität der Träume und der Realität, die Träume produziert: um das alte Thema von der Schönen und der Bestie als Angst vor der unbekannten Natur, der fremden wie der eigenen. Das tiermenschliche Wesen erblickt in der Braut eines Forschers seine Traumfrau, die nun ständig von der Aura erotischer Gefahr umgeben ist, ohne es zunächst zu ahnen. Die Fabel von unmöglicher, unerfüllter Liebe verknüpft sich mit der Begegnung von Natur und Zivilisation. Der tragische Aspekt dieser Begegnung findet bei Jack Arnold keine märchenhaft angelegte Lösung. So erzählt dieser Film von nichts anderem als vom Verlust der Natur, der immer auch ein Verlust Menschlichkeit ist." (Heinzlmeier/Menningen/Schulz)

Von allen Film-Monstern der 50er Jahre blieb Jack Arnolds "Ungeheuer aus der Schwarzen Lagune" das berühmteste und sympathischste - ein menschenähnliches Reptilwesen, das zwei Fortsetzungsfilme überlebte und in zahlreichen Nachahmungen wiederauferstand, das oft kopiert und herbeizitiert, aber nie mehr erreicht wurde.

Ein wunderbar gemachter (damals im 3-D-Verfahren), munter-gruseliger Science-Fiction-Monsterfilm mit einigen verblüffenden Kameraeinsätzen. Monster-Darsteller Ricou Browning war vorher ein gefragter Stuntman. Von allen Film-Monstern der 50er Jahre blieb Jack Arnolds Ungeheuer aus der Schwarzen Lagune das berühmteste und sympathischste - ein menschenähnliches Reptilwesen, das zwei Fortsetzungsfilme überlebte und in zahlreichen Nachahmungen wiederauferstand, das oft kopiert und herbeizitiert, aber nie mehr erreicht wurde.

Anschließend: Jack Arnold erzählt warum Marilyn Monroe das Ungeheuer aus der Schwarzen Lagune mag; was die "Oscar"-Statuette mit dem Kiemenmann zu tun hat; weshalb das Ungeheuer zwei Darsteller hatte: einen für die Land- und einen für die Unterwasser-Szenen; von der Erotik des berühmten Wasserballetts "Die Schöne und das Biest"

zurück