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Eins, zwei, drei
One, two, three

105 Min.

Regie: Billy Wilder
Drehbuch: Billy Wilder, I. A. L. Diamond
Musik: André Previn
Kamera: Daniel L. Fapp
USA,1961


Rolle:

Darsteller:

 

C.R. MacNamara

James Cagney

Otto Ludwig Piffl

Horst Buchholz

Scarlett Hazeltine

Pamela Tiffin

Phyllis MacNamara

Arlene Francis

Schlemmer

Hanns Lothar

Ingeborg

Liselotte Pulver

Borodenko

Ralf Wolter

Hazeltine

Howard St. John

Mrs. Hazeltine

Lois Bolton

Peripetchikoff

Leon Askin

Mishkin

Peter Capell

Fritz

Karl Lieffen


West-Berlin, 1961. C. R. MacNamara, Filialboss von Coca Cola in der geteilten Stadt, verspricht sich viel für seine Karriere, wenn es ihm gelingt, das Konzern-Imperium über den Eisernen Vorhang hinaus nach Osten auszudehnen. Leider hat er Probleme mit der hübschen Tochter seines obersten Chefs, die auf einer Europareise in Ost-Berlin an einen strammen Jungkommunisten gerät und ihn heimlich heiratet. Um die Situation zu retten, muss MacNamara zusehen, wie er aus dem roten Jüngling im Schnellverfahren einen Musterkapitalisten macht, um ihn dem anreisenden Konzernchef präsentieren zu können. James Cagney, Horst Buchholz, Liselotte Pulver und Pamela Tiffin spielen die Hauptrollen in Billy Wilders grotesker Komödie über Liebe, Geschäft und die Absurditäten politischer Ideologien.

*

C. R. MacNamara (James Cagney) träumt davon, Europa-Direktor für Coca Cola zu werden. Um seine Fähigkeiten zu beweisen, will er den Absatzmarkt seiner Firma von Berlin aus über den Eisernen Vorhang hinaus weit nach Osten ausdehnen, strategisch beraten von Herrn Schlemmer (Hanns Lothar), der seinen devoten Gehorsam offensichtlich aus vergangenen Zeiten hinübergerettet hat. Um sich bei Konzern-Chef Hazeltine (Howard St. John) zusätzlich beliebt zu machen, nimmt MacNamara dessen verwöhnte Tochter Scarlett (Pamela Tiffin) während einer Europareise bei sich auf. Sie schafft es, allnächtlich durch das noch offene Brandenburger Tor in den Ost-Sektor durchzubrennen, wo sie sich in den überzeugten Jungkommunisten Otto Ludwig Piffl (Horst Buchholz) verliebt hat. Als MacNamara davon erfährt, ist es schon zu spät, die beiden haben geheiratet und wollen sich nach Moskau absetzen. Um das zu verhindern, müssen MacNamara und seine Leute sich mächtig abstrampeln. Man schafft Piffl in den Westen, aber damit ist es keineswegs getan. Scarletts Vater kündigt seinen Besuch in Berlin an, und es bleiben nur 24 Stunden Zeit, um Piffl ideologisch umzufunktionieren und dem kapitalistischen Konzernherrn einen akzeptablen Schwiegersohn zu präsentieren...

Als Billy Wilder "Eins, zwei, drei" 1961 in Berlin drehte, wurde er vom Bau der Mauer überrascht. Angesichts der damaligen politischen Großwetterlage fand der subversive Witz der rasanten Komödie wenig Anklang; umso mehr amüsierte sich das Publikum bei der Wiederaufführung des Films Mitte der 80er Jahre über die respektlose Geschichte, in der Wilder so manche "Heilige Kuh" schlachtete.

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