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Hamlet
Hamlet
150 Min.

Regie: Sir Laurence Olivier
Drehbuch: Alan Dent nach Shakespeares "Hamlet"
Musik: William Walton
Kamera: ...
Großbritannien, 1948


Rolle:

Darsteller:

Hamlet

Sir Laurence Olivier

Claudius

Basil Sydney

Ophelia

Jean Simmons

Getrude, Hamlets Mutter

Eileen Herlis

Horatio, Hamlets Freund

Norman Wooland

Polonius

Felix Aylmer


Eine der imposantesten Kinoversionen der berühmten Shakespeare-Tragödie um den zaudernden dänischen Prinzen Hamlet, der das Opfer einer hinterhältigen und mörderischen Intrige wird. Laurence Oliviers ausdrucksstarke Adaption wurde unter anderem mit vier Oscars ausgezeichnet.

Kurz nachdem der König von Dänemark von seinem eigenen Bruder Claudius vergiftet wurde, enthüllt der Geist des Toten seinem Sohn Prinz Hamlet den gemeinen Mord. Claudius hat in der Zwischenzeit nicht nur den Thron übernommen, sondern auch Hamlets Mutter Gertrude erobert. Hinter der Maske des Wahnsinns verborgen, lässt Hamlet ein Stück aufführen, in dem der Mord nachgestellt wird. Selbst als Claudius sich als Täter verrät, zögert Hamlet mit der Rache. Erst später, als er seine Mutter zur Rede stellt und dabei einen Lauscher bemerkt, den er für Claudius hält, entschließt er sich zu einem tödlichen Stoß, tötet dabei jedoch versehentlich Polonius, den Kämmerer des Königs. Als Polonius' Tochter Ophelia, die vergebens um Hamlets Zuneigung geworben hat, von diesem Schicksalsschlag erfährt, geht sie, wahnsinnig geworden, ins Wasser. Nachdem Hamlet einem Anschlag auf sein Leben entkommen konnte, kommt es am Königshof zur letzten, tragisch endenden Auseinandersetzung. Laertes, Ophelias Bruder und Polonius' Sohn, fordert Rache, und Claudius will sich Hamlets für immer entledigen.

Laurence Oliviers Adaption des Bühnenklassikers - nach "Henry V" (1944) Oliviers zweite Kinoproduktion eines Shakespeare-Stoffes - ist eine der gelungensten Leinwandversionen und hat längst ihren festen Platz in der Filmgeschichte gefunden. Mit genuin filmischen Mitteln wie Kamerafahrten, Perspektiv-Wechseln und Überblendungen schafft der legendäre britische Bühnen- und Filmstar eine überzeugende Atmosphäre und überträgt die Tragödie in Schwarz-Weiß-Bilder von großer Ausdruckskraft. Der Lohn waren gleich vier Oscars und ein Goldener Löwe bei den Filmfestspielen von Venedig. Der stimmige Soundtrack des Films stammt von dem bekannten britischen Komponisten Sir William Walton (1902 - 1983). Olivier, der wegen der Finanzierung des Projekts auch die Titelrolle spielte, und sein Drehbuchautor Alan Dent kürzten das etwa vierstündige Shakespeare-Stück auf eine Filmlänge von zweieinhalb Stunden.

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