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O Brother, Where Art Thou?
O Bbrother, Where Art Thou?

... Min.

Regie: Joel Coen
Drehbuch: ...
Musik: ...
Kamera: ...
USA 2000


 

Rolle:

Darsteller:

 

Ulysses Everett McGill

George Clooney

Pete

John Tuturro

Delmar

Tim Blake Nelson

Bibelverkäufer

John Goodman

Penny

Holly Hunter


Drei Kettensträflinge auf der Flucht: Unter der Führung des stets um seine Frisur besorgten Ulysses Everett McGill (George Clooney) machen sich der tumbe Delmar (Tim Blake Nelson) und der cholerische Pete (John Turturro) auf die Suche nach einem angeblich von Ulysses irgendwo versteckten Goldschatz.

Eigentliches Motiv ihres Anführers jedoch ist die bevorstehende Hochzeit seiner Ex-Frau Penny (Holly Hunter), die die Warterei auf ihren Ulysses gründlich satt hat und ihren sieben Töchtern endlich einen neuen Ernährer verschaffen möchte.

Und wie bei Homer ist auch dieses Ulysses' Weg nach Hause mit den unterschiedlichsten Abenteuern gepflastert - und der Selbsterkenntnis, die selbst Clooneys pomade-fixierten Angeber gelegentlich überfällt.

Da man sich zudem im verarmten Bundesstaat Mississippi der Dreißigerjahre bewegt, ist der Zyklop ein Bibelverkäufer mit Augenklappe (John Goodman), die Unterwelt vom Ku-Klux-Klan bevölkert und die besondere Fähigkeit des Ulysses das Singen von Country-Songs - insbesondere des Lieds "Man of Constant Sorrow", womit man den griechischen Namen Odysseus übersetzen kann.

Natürlich endet auch diese Odyssee mit einer glücklichen Familienzusammenführung, nachdem Meeresgott Poseidon mit einer Mississippi-Sintflut seine Macht demonstriert und damit beim Haarpomade-Junkie Ulysses für eine weniger hochmütige Lebenshaltung sorgt...

Circa 2700 Jahre nach Homer entwarfen die amerikanischen Regie-Exzentriker Ethan und Joel Coen ihre Version der Odyssee, in der George Clooney als Kettensträfling Ulysses Everett McGill während der Depressionszeit sein Heil in der Flucht sucht, um sich mit zwei Leidensgenossen zu seiner "untreuen" Ex-Gattin Penny durchzuschlagen.

George Clooney, der seine Gesangseinlagen trotz intensiven Übens schließlich doch nicht selbst ins Mikrophon schmetterte, erhielt für seinen pomadigen Ulysses 2001 einen Golden Globe.

Die Odyssee als Roadmovie mit Musicaleinlagen zu verfilmen, ist ein bezeichnender Einfall der Coen-Brüder, die gerne mit Versatzstücken aus Kultur- und Filmgeschichte spielen.

Dass sie dabei etliche Rollen mit alten Bekannten aus früheren Coen-Produktionen besetzten, macht diesen Film trotz seines Stars George Clooney zu einem Teil des imaginären Coen-Universums.

Die Vorlage dieser dramatisch satirischen Odyssee mit Sirenen und Zyklopen stammt von keinem Geringeren als Homer. Aus dessen klassischen 12.200 Hexameter-Versen haben die Coen-Brüder 107 Kultfilm verdächtige Kino-Minuten geschaffen

Die Regie-Exzentriker Ethan und Joel Coen ("Fargo", "The Big Lebowski") entwarfen zirka 2700 Jahre nach Homer ihre eigene Version der Odyssee.
George Clooney erhielt für seine Darstellung des pomadigen Ulysses 2001 einen Golden Globe.

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