zurück


Die Auferstehung des Colonel Chabert
Le colonel Chabert

105 Min.

Regie: Yves Angelo
Drehbuch: Yves Angelo, Jean Cosmos und Veronique Lagrange nach dem Roman "Oberst Chabert" von
Honoré de Balzac
Musik:
Kamera: Bernard Lutic
Frankreich, 1995

 

 

Rolle:

Darsteller:

 

Oberst Chabert

Gerard Depardieu

Gräfin Ferraud

Fanny Ardant

Derville

Fabrice Luchini

Graf Ferraud

Andre Dussollier

Boucard

Daniel Prevost

Hure

Olivier Saladin

Godeschal

Maxime Leroux

Desroches

Eric Elmosnino

Simonnin

Guillaume Romain

Boutin

Patricki Bordier

Chamblin

Claude Rich

Costaz

Jean Cosmos


Zehn Jahre nachdem er 1807 nach der Schlacht von Eylau offiziell für tot erklärt wurde, kehrt der Kriegsheld Oberst Chabert nach Paris zurück, um vor Gericht um die Anerkennung seiner Identität und die Rückgabe seiner Besitztümer zu kämpfen. Als erbitterte Gegnerin erweist sich dabei Chaberts Ehefrau, die erneut geheiratet hat. Im Fall einer Annullierung ihrer jetzigen Ehe droht ihr der Verlust ihres Geldes und ihres gesellschaftlichen Standes. "Die Auferstehung des Colonel Chabert" ist eine spannende und ästhetisch reizvolle Neuverfilmung der bekannten Balzac-Erzählung, mit Gérard Depardieu, Fanny Ardant, Fabrice Luchini und André Dussollier.

Paris im Winter 1817. Fünfmal hintereinander ist ein seltsam aussehender Fremder (Gérard Depardieu) im Büro des viel beschäftigten Anwalts Derville (Fabrice Luchini) abgewiesen worden. Endlich wird der Mann mit dem schwarzen Hut, der aussieht, als wäre er auf seinem Kopf festgeschraubt, vorgelassen. Er behauptet, Oberst Chabert zu sein. Ein Ding der Unmöglichkeit, wurde der berühmte Oberst Napoleons doch schon vor zehn Jahren für tot erklärt, nachdem er seine Truppen in der Schlacht von Eylau heroisch zum Sieg geführt hatte. Doch es gelingt dem Mann, seine Geschichte so überzeugend vorzubringen, dass er den skeptischen Derville beeindruckt. Die juristische Herausforderung weckt in dem Advokaten den Spielerinstinkt. Er übernimmt Chaberts Mandat und wird somit Agent in einem vertrackten Doppelspiel. Denn Derville vertritt gleichzeitig Chaberts Ehefrau. Die Gräfin Ferraud (Fanny Ardant) hat inzwischen den verarmten Grafen Ferraud (André Dussollier) geheiratet und genießt hohes gesellschaftliches Ansehen. Durch eine juristisch geschickt eingefädelte Gütertrennung ist sie die alleinige Besitzerin des Vermögens ihres tot geglaubten Mannes Oberst Chabert, das sie in der Zwischenzeit dank ihres ausgeprägten geschäftlichen Instinktes beträchtlich vermehren konnte. In den Kanzleiräumen Dervilles kommt es zu einer ersten Begegnung zwischen Chabert und seiner Frau. Offiziell bestreitet die Gräfin die Identität Chaberts. Hinter den Kulissen unterbreitet sie ihm jedoch ein außergerichtliches Vergleichsangebot. Die Gräfin ist bereit, dem vermeintlichen Oberst einen kleinen Teil "seines" Vermögens zurück zu erstatten. Jedoch nur unter einer Bedingung. Chabert soll eine Urkunde unterzeichnen, in der er offiziell auf seinen Namen und alle daran geknüpften juristischen Ansprüche verzichtet...

Regisseur Yves Angelo hat mit "Die Auferstehung des Colonel Chabert" Balzacs Novelle kammerspielartig und mit vier brillanten Schauspielern in Szene gesetzt. In dem spannenden Verwirrspiel um Schein und Sein, Lüge und Wahrhaftigkeit gibt keine der Figuren bis zuletzt wirklich die Karten aus der Hand. Ein filmischer Genuss.

zurück