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Othello
Othello
... Min.

Regie: Orson Welles
Drehbuch: Orson Welles nach dem Stück von William Shakespeare
Musik: A. F. Lavagnino, Alberto Barberis
Kamera: Anchisi Brizzi, G.R. Aldo, George Fanto
USA, 1948-1951


Rolle:

Darsteller:

 

Othello

Orson Welles

Jago

Michael MacLiammoir

Desdemona

Suzanne Cloutier

Rodrigo

Robert Coote

Cassio

Michael Lawrence

Brabantio

Hilton Edwards


Der Mohr Othello zählt in Venedig auf Grund seiner Kriegskunst zu den angesehensten Männern und wird zum General befördert. Gegen den Willen ihres Vaters heiratet Othello die schöne Desdemona, doch bevor er sein Eheglück genießen kann, wird der General in die venezianische Kolonie Zypern entsandt, die von den Türken angegriffen wird.

Als Othello die Türken besiegt hat, lässt der Fähnrich Jago die Braut des Generals nach Zypern bringen. Der arglose Othello ahnt nicht, dass sein vertrauter Fähnrich eine heimtückische Intrige gegen seinen General ausheckt.

Jago macht den ruhmreichen Leutnant Cassio betrunken und verwickelt ihn in eine Schlägerei, worauf Othello ein Exempel statuiert und den disziplinlosen Soldaten degradiert. Jago flüstert dem gebrochenen Cassio ein, er müsse nur die Fürbitte von Othellos Braut gewinnen, um vom General wieder in seinen alten militärischen Rang erhoben zu werden.

Zugleich erweckt der geschickt intrigierende Jago beim gutgläubigen Othello den Eindruck, seine Braut betrüge ihn mit Cassio, sodass Desdemonas arglose Fürsprache für den degradierten Soldaten das Misstrauen des Generals nur noch steigert. Als Jago ein Taschentuch präsentiert, das Desdemona dem degradierten Leutnant nach ihrem Ehebruch angeblich geschenkt hat, bringt Othello seine Frau mit eigenen Hände um, bevor die Zofe Emilia die heimtückische Intrige aufklären kann.

"Othello" ist nach "Macbeth" der zweite Shakespearefilm von Orson Welles. Der zwischen 1948 und 1951 in Marokko entstandene Film blieb wie einige andere Werke von Welles auch ein Fragment. Erst die Welles-Tochter Beatrice rekonstruierte den Film 1991 nach einem überraschenden Fund der Negative für mehr als eine Million Dollar in einer Fassung, die der Regisseur selbst seinerzeit auf Grund notorischen Geldmangels nicht präsentieren konnte. Der aufwändig rekonstruierte Soundtrack verbindet sich mit Welles' beeindruckendem expressionistischen Licht- und Schattenspiel zu einer dynamischen Shakespeare-Adaption.

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