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Tarantula
Tarantula


77 Min.

Regie: Jack Arnold
Drehbuch:
: Robert M. Fresco
Musik: Henry Mancini
Kamera: George Robinson
USA 1955


Rolle:

Darsteller:

 

Dr. Matt Hastings

John Agar

Stephanie "Steve" Clayton

Mara Corday

Prof. Gerald Deemer

Leo G. Carroll

Sheriff Jack Andrews

Nestor Paiva

Joe Burch

Ross Elliott

Townsend

Raymond Bailey

Lt. John Nolan

Ed Rand

Dr. Lund / Mutant Jacobs

Eddie Parker

1. Pilot

Clint Eastwood


Der Ernährungsbiologe Professor Deemer hat sich in einer abgelegenen Villa in Desert Rock County zurückgezogen. Dort betreibt er zusammen mit zwei Kollegen unter strenger Geheimhaltung Versuche mit einer synthetischen Nährlösung, die bei Tieren ein unglaubliches Wachstum auslöst. Auf diese Weise hofft Deemer, einen Weg zu finden, der die Fleischversorgung der Menschheit auch dann sicherstellt, wenn die Erdbevölkerung weiterhin im bisherigen Tempo zunimmt. Als Deemers Kollegen unter mysteriösen Umständen ums Leben kommen, wird der Arzt Dr. Matt Hastings misstrauisch. Auch er hat jedoch keine Ahnung, was im Hause des Biologen vor sich geht, bis ihm dessen neue Assistentin Stephanie Clayton die erstaunlich gewachsenen Versuchstiere zeigt. Hastings schöpft Verdacht, als in der Umgebung von Desert Rock plötzlich Pferde und Menschen angefallen und bis auf das Skelett aufgefressen werden. In der Nähe der Opfer findet man eine seltsame weiße Substanz, die Ähnlichkeit mit Insektengift hat.
Die Befürchtungen des Arztes bestätigen sich bald: Der geheimnisvolle Mörder ist eine Tarantel, die Deemer ebenfalls mit seiner Nährlösung gefüttert hat. Sie entkam aus seinem Labor und hat sich zu einem schrecklichen Monstrum entwickelt. Als auch Deemer ein Opfer seiner gefährlichen Experimente geworden ist, droht das Ungeheuer über Desert Rock herzufallen...

Anschließend erzählt Jack Arnold über den Film und die verwendeten Tricks

Ein mit einfachen dramaturgischen Mitteln, aber spannend und stilsicher inszenierter Gruselfilm, der zu einem Klassiker des Horror-Genres wurde. Beiläufig, aber wirkungsvoll entwickelt er eine unterschwellige erotische und politische Mythologie: die ins Riesenhafte mutierte Spinne als Inkarnation bedrohlicher Triebe und als Ausdruck wachsender Angst vor einem Atomkrieg.

Anke Sterneborg in dem Buch "Hollywood Professional. Jack Arnold und seine Filme": In den Filmen der fünfziger Jahre gerieten die Proportionen aus den Fugen, Groß und Klein verschoben sich, wurden auf die eine oder andere Art unermesslich. Im Schatten der Forschungseuphorie wucherten riesige Ameisen, kolossale Männer und gigantische Echsenmenschen und traten die späte Nachfolge King Kongs an. Auch die Wissenschaftler im Wüstenlabor sprengen das menschliche Maß von Zeit und Größe. Sie beschleunigen das Wachstum ihrer Versuchstiere und züchten in wenigen Tagen Ratten und Meerschweinchen so groß wie Hunde und Schweine.

Das Wahnwitzige an den Filmen von Jack Arnold ist, dass das Allerphantastischste seine Wurzeln in der Wirklichkeit hat. Das Faktische von Zeitungsmeldungen und Wissenschaftsberichten wird lediglich gesteigert, zur Science Fiction multipliziert. Ganz irdische Probleme wie Überbevölkerung und Unterernährung sind auch der Ausgangspunkt von "Tarantula!"

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