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Die amerikanische Nacht
La nuit americaine

111 Min.

Regie: François Truffaut
Drehbuch: François Truffaut, Jean-Louis Richard, Suzanne Schiffmann
Musik: George Delerue
Kamera: Pierre-William Glenn
Frankreich / Italien , 1968


Rolle:

Darsteller:

 

Pamela/Julie Baker

Jacqueline Bisset

Assistentin

Nathalie Baye

Alexandre

Jean-Pierre Aumont

Severine

Valentina Cortese

Alphonse

Jean-Pierre Léaud

Regisseur Ferrand

François Truffaut

Produzent

Jean Champion

Stacey

Alexandra Stewart


Der Regisseur Ferrand dreht in den Studios von Nizza seinen neuen Film "Meine Ehefrau Pamela", ein kitschiges Melodram über die tragische Liebesgeschichte des jungen Alphonse und seiner Ehefrau Pamela, die mit ihrem Schwiegervater durchbrennt. Jeden Tag gibt es während der Dreharbeiten neue technische Zwischenfälle, organisatorische Schwierigkeiten und menschliche Verwicklungen. Der Liebeskummer und die Launen einer kapriziösen Schauspielerin belasten die Dreharbeiten ebenso wie der tödliche Unfall eines der Hauptdarsteller. Aber immer wieder gelingt es dem Regisseur und seiner Assistentin mit viel Geduld, eine Lösung für die vielen Komplikationen zu finden und den Film schließlich erfolgreich fertig zu stellen.

Regisseur François Truffaut spielt hier den Regisseur auch vor der Kamera. Diese wundervolle Hommage ans Filmemachen gewann den Oscar als bester nichtenglischsprachiger Film. Bekannt als Filmkritiker und Mitbegründer der Nouvelle Vague kreierte der Meisterregisseur einen Film, der zeigt, wie das Filmemachen funktioniert, welche heiteren und schwierigen Momente sich dabei ergeben und wie das Kino Illusionen erzeugt. Der Titel selbst spielt bereits auf das Sujet an: 'Die amerikanische Nacht' ist die Bezeichnung für ein technisches Verfahren, bei dem sich mittels eines Filters die Tagesaufnahmen in Nachtsszenen verwandeln. Truffaut zeichnet das Bild eines Regisseurs, der sich wie eine Mutter um seine Stars kümmert, wie ein Psychologe mit ihren Problemen beschäftigt, jedoch am Drehort hart arbeitet und seine Kreativität umzusetzen versucht. Die Schauspieler erscheinen wie liebesbedürftige Kinder, die zwischen Film und realem Leben kaum zu unterscheiden wissen und die ihre Gefühle leichter in der fiktiven Welt darstellen als diese in der Realität ausleben können.

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