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Ben Hur
Ben Hur

203 Min.

Regie: William Wyler
Drehbuch: Karl Tunberg nach einem Roman von Lew Wallace
Musik: Miklos Rosza
Kamera: Robert L. Surtess
USA ,1959


Rolle:

Darsteller:

Ben Hur

Charlton Heston

Messala

Stephen Boyd

Quintus Arrius

Jack Hawkins

Esther

Haya Harareet

Scheich Ilderim

Hugh Griffith

Miriam

Martha Scott

Simonies

Sam Jaffe

Tirzah

Cathy O'Donnell

Balthasar

Finlay Currie

Pontius Pilatus

Frank Thring


Der von seinem jüdischen Volk hoch geachtete Fürst Judah Ben-Hur lebt zur Zeit von Christi Geburt als reicher Händler in Jerusalem. Ben-Hur hat die Herrschaft Roms anerkannt, doch als sein römischer Jugendfreund Messala als machtbesessener Tribun in die Stadt zurückkehrt und ihn zum Verrat am jüdischen Volk zwingen will, verkehrt sich die Freundschaft der einst Unzertrennlichen in erbarmungslosen Hass. Der skrupellose Messala will Härte beweisen und nutzt den erstbesten Vorwand, um Ben-Hurs Familie einzukerkern und den früheren Freund als Sklaven zu verbannen. Während des mörderischen Marsches durch die Wüste ahnt Ben-Hur nicht, dass es Jesus ist, der ihm mit einer Schale Wasser das Leben rettet. Allein der Gedanke an Rache lässt den Rudersklaven die unmenschlichen Qualen auf der Galeere drei Jahre lang durchstehen. Als das Schiff in einer Seeschlacht sinkt, rettet Ben-Hur dem Konsul Quintus Arrius das Leben, der ihm zum Dank die Freiheit schenkt und ihn gar als Sohn adoptiert. In Rom feiert der tapfere Jude Erfolge als bester Wagenlenker des Circus Maximus, doch der quälende Gedanke an das Schicksal seiner Familie zwingt ihn bald zur Rückkehr nach Palästina. In der Heimat trifft Ben-Hur auf den Pferdenarren Scheich Ilderim, der den erfahrenen Wagenlenker bittet, mit seinen edlen Vierspännern beim alljährliche Rennen für ihn anzutreten. Erst als Ben-Hur erfährt, dass der bislang unbesiegte Messala unter den Gegnern ist, willigt er ein. Nach Ben-Hurs furiosem Sieg eröffnet der sterbende Messala seinem Todfeind triumphierend, dass dessen Familie unter Aussätzigen lebt. Von Rachegedanken gepeinigt, kommt Ben-Hurs Seele erst zur Ruhe, als er durch Zufall die Kreuzigung des Messias miterleben muss und in ihm jenen Mann wiederkennt, der ihm dereinst in der Wüste das Leben rettete...

Hintergrundinfo:
Als Vorlage für diesen Kinoklassiker diente der gleichnamige Roman von Ex-General Lew Wallace aus dem Jahre 1880, der bereits 1907 und 1926 für die Leinwand adaptiert wurde. Doch die Fassung von 1959 gilt bis dato als der monumentalste aller Monumentalfilme. Die Kosten für 50.000 Statisten, 365 Sprechrollen, eine Million Requisiten und über 300 Dekorationen beliefen sich auf über 16 Millionen Dollar. Die Vorbereitungszeit nahm fünf Jahre, die reine Drehzeit in den Cinecittà-Studios von Rom und Umgebung ein Jahr in Anspruch. Gedreht wurde in einem Verhältnis von 263:1, d.h. für jeden verwandten Meter Film wurden 263 Meter belichtet

William Wylers "Ben-Hur" ist auch heute noch der Inbegriff des Monumentalfilms. Eine Dekade währte allein die Vorbereitung, und die Dreharbeiten dauerten über ein Jahr. Neben 50.000 Komparsen zählt das Epos nahezu 500 Sprechrollen. Gewaltig war auch die Ausstattung mit einer Million Requisiten, darunter 50 Galeeren. Legendär ist das zwölfminütige Wagenrennen, an dem ein Spezialteam unter der Leitung von Andrew Marton und Yakima Canutt sieben Monate gearbeitet hat. Die spektakuläre Szene, in der Charlton Heston beim Überrollen einer Leiche aus dem Streitwagen geschleudert wird, hätte sein Double beinahe das Leben gekostet. Mit elf "Oscars" war dieser Historienfilm alleiniger Rekordhalter, bis James Camerons "Titanic" 1998 die gleiche Anzahl von Academy Awards erhielt. Der WDR strahlt den Klassiker in einer aufwändig restaurierten Fassung in Originalbreite (Panavision-Camera 65) und Stereoton aus.

Auszeichnungen:
Mit elf gewonnenen Oscars bei zwölf Nominierungen setzte "Ben Hur" einen neuen Rekord, den selbst "Titanic" mit der gleichen Anzahl an Academy Awards nicht brechen konnte. Ausgezeichnet wurden u.a. Wyler, Heston, Griffith, Kameramann Robert L. Surtess und Miklos Rosza für den Soundtrack

Regie:
Produzent Sam Zimbalist, der zuvor mit "Quo Vadis" Erfahrungen im XXL-Genre gemacht hatte, fand in William Wyler (der als Regieassistent schon an der 1926er Version mitgewirkt hatte) einen adäquaten Regisseur. Obwohl als "90-Takes-Wyler" wegen seines Drangs zur Perfektion bei den Darstellern verschrien, rissen sie sich doch um Rollen in seinen Filmen. Und der 1902 im Elsaß geborene Wyler vermochte sie tatsächlich zu Höchstleistungen zu animieren: 14 Oscars für Schauspieler/innen in Wyler-Filmen legen davon eindrucksvoll Zeugnis ab

Darsteller:
Obwohl er bereits seit einigen Dekaden zu den großen Publikumslieblingen gehört, zählt Charlton Heston (geb. 4.10.1924 in Evanston) noch lange nicht zum alten Eisen, wie er 1996 in Kenneth Branaghs aufwendiger "Hamlet"-Verfilmung und 1995 in John Carpenters Horrorstreifen "Die Mächte des Wahnsinns" bewies. Demnächst spielt er neben Diane Keaton und Warren Beatty in "Town and Country"

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