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Das
scharfe Bellen
Beißt in das tiefe Dunkel
Der mondlosen Nacht.
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So
spät der Herbst schon
Die roten Hagebutten
An kahlen Ästen.
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Die
Morgenfeier
Am frühen Sonntag morgen
Das Glockenläuten.
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Die Ahornbäume
Leuchtende Spätherbstfackeln
Rotgelbe Allee.
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Ein Sonnenschatten
Zieht über meine Seele
So froh, so traurig.
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Das
blaue Loch dort
Im fliegenden Wolkengrau
Ein Himmelsfenster.
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Unerreichbar
nah
Horizont-Sehnsuchts-Linie
Die fernen Hügel.
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Das Wolkenkissen
So unerreichbar oben
Möcht ich mal liegen.
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Die braunen Gräser
Gesäumt von gelben Blumen
Am Straßenrandstein.
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Windmühlen
häckseln
Wolken in schmale Scheiben
Zu Himmelssalat.
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Ein
Spätsommerblatt
fällt segelnd auf den Schatten
der grünen Pappel.
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Vorbei der Sommer
Als wär er nie gewesen
Nach einem Tag schon.
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Ganz niedrig oben
Zieht brummelnd seine Spur ein
Silber-Zeppelin.
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Auf
heißem Asphalt
Verdampfen die Gedanken
Ganz leer der Kopf nun.
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In
großer Hitze
Die Möwen fliegen schwerer
vor Meeressehnsucht.
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Wie Sommerbaumschnee
fallen aus grünen Kuppeln
Die weißen Blüten.
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Die träge Stille
Die Stadt in der Dämmerung
Vor Hitze erschöpft.
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Auf
heißen Steinen
Da glüht sogar der Hintern
In praller Sonne.
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Es
riecht nach Rinde
Nach ein paar warmen Tropfen
Auf feuchtem Asphalt.
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Fast wie im Dschungel
Das Blätterdach der Bäume
Der grüne Wahnsinn.
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Der große Regen
Sei glücklich, gelber Falter!
Bei uns im Trocknen.
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Es
ist doch Mai schon
Und regnet wie aus Kübeln!
Wo bleibt die Sonne?
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Der
kleine Buchfink
Er schüttelt sich im Regen
Oh, welche Nässe!
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Schon wieder Tropfen
Bei einem Rheinspaziergang
Auf meiner Brille.
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Die
langen Gräser
Im seichten Frühlingswinde
Ein leichtes Rauschen.
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Im
Frühlingsgrün liegt
Der frisch gepflügte Acker.
Die braunen Furchen.
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Löwenzahnblüten
In saftig grünen Wiesen
So gelb, so gelb, ach!
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Das Wiesenschaumkraut
Auf frühlingsgrünen Wiesen
So leicht und duftig.
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Vorsicht zerbrechlich!
Chinesisches Porzellan
Der weiße Himmel.
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Die
Bergradfahrer
Beim Strampeln kommen sie, ächz!
Ganz außer Atem.
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Kastanien
blühen
Im Grün ein zartes Röteln
Die Himmelskerzen.
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So kalt, so kalt, ach!
Da hocken nass und träge
Die Nebelkissen. |
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Es geht ein Wind heut
Verblättert die Geschichte.
Wo geht sie weiter?
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Baumblätter
zotteln
Zu früh und schnell gewachsen
Die grünen Zungen.
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Die
rote Sonne
Am kalten Aprilabend
Ach, komm mich wärmen!
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Die Nebelnester
Sie hocken still und träge
Dort in den Büschen.
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Ein Frühlingsregen
Es riecht nach feuchter Erde
Und Mandelblüten.
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Es
ist so still heut
Am Himmel schnurrt ein Flieger
Durch laue
Winde.
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Schau
diese Knospe
ein kurzer Sonnenstrahl nur
Bis sie sich öffnet.
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Ein langes Gähnen
In warmer Frühlingssonne
Der alte Hund dort.
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Was
für ein Taumeln
So dicht auf dicht die Flocken
Oh, welch ein Schneesturm.
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Am
Neujahrsmorgen
So rot die Birkenkrone
Ach, wär schon Frühling!
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Die
nackten Bäume
In warmer Frühlingssonne
Räkeln die Äste.
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Ein Gletscherblau, oh,
Das tiefe Sonnenlicht scheint
Durch Wellenkronen.
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Der Rauhreif glitzert
Auf kurzem Wintergrase
In kalter Sonne.
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Die
harte Erde
Sie kracht unter den Schuhen
Zerbrechendes Glas.
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Im
stillen Nieseln
Der Ruf des Frühlingsvogels
Am Wintermorgen.
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Am kahlen Baum dort
Im späten Dezember, ach,
Die roten Äpfel. |
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Der kleine Käfer
Aus umgeworf'nem Wasser
Ins Trock'ne krabbelt.
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Im
stillen Dämmern
Das Bellen eines Hundes
Vor Jahresende.
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Die
kahle Birke
Die weiße Rinde leuchtet
Im dunklen Dämmern.
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Ein kurzes Wippen
Der dunkelgrauen Zweige
Die kleine Meise.
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Die Eiseskälte
Im Wind trudeln die Vögel
Die rauhen Wasser.
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Am
Neujahrsmorgen
Die dichte Wolkenwatte
Ein mattes Leuchten.
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Die
weiße Birke
Vor dumpfem Neujahrshimmel
Ein schwacher Lichtstreif.
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Im fahlen Astwerk
Die braunen Buchenblätter
Vom alten Jahr noch.
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Der Vogelschwarm, schau!
Aus dunklem Waldesdickicht
So plötzlich auffliegt.
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Dort
an der Brücke
Über rauschendem Wasser
Die ersten Kätzchen.
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Der
alte Birnbaum
Auf wintergrüner Wiese
Am Neujahrsmorgen.
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Die Nebelschwaden
Und matte Silberbäche
Im kleinen Wäldchen.
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Ein kleiner Schneerest
Vor frisch gepflügter Erde
Vom alten Jahr noch.
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Auf
krausem Wasser
Die winterweiße Sonne
Als Silberbrücke.
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Der
sanfte Schneefall
Die leichten Flocken segeln
Schau,wie sie leuchten!.
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Der
blaue Himmel
Die Wolken treiben südwärts
Oh, könnt ich mitziehn.
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Rot-weiße
Tulpen
Fast wie ein Mapplethorpe, ach,
So volle Blüten!.
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Die
weißen Flocken
Sie fliegen sogar aufwärts
So sanft, so leicht, ach!
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Ein
Lob der Kürze
Des Haikus ganz zum Schluss
Das knappe Ende.
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